Monatsliste September 2013

Gelesen

Anne Hansen – Fräulein Jensen wird zur Traumfrau   rating2
Fräulein Jensen und die Liebe fand ich seinerzeit total toll. Umso toller fand ich, dass ein Nachfolger angekündigt war, weniger toll, dass dessen Erscheinungsdatum über Monate hinweg immer weiter verschoben wurde. Und als er dann da war, fand ich das ganze Buch auch nicht mehr toll. Fazit: Muss man nicht gelesen haben, ist schon nach dem 3. Kapitel eher mäßig spannend, und das plappernde Teeniegeschwätz einer 30jährigen kann einem auch ganz schön auf den Keks gehen.

Ingrid Noll – Der Hahn ist tot   rating5 ++
DAS Lieblingsbuch.
Mehr muss man dazu nicht sagen. Lese ich immer dann, wenn ich gerne was lesen würde, aber kein Buch mich so richtig packen und begeistern kann. Der Hahn ist tot kann es IMMER, seit fast 20 Jahren.

Neuanschaffungen

Frau Freitag – Echt easy, Frau Freitag!
Anne Hansen – Fräulein Jensen wird zur Traumfrau
Eva Baronsky – Herr Mozart wacht auf

Monatsliste August 2013

Gelesen

Keigo Higashino – Gefährliche Geliebte  rating1
Saublödes Buch irgendwie. Schreiben alle Japaner so schnarchig? Schon mit Murakami neulich hats ja nicht geklappt. Verdächtige Geliebte fand ich einfach nur unglaublich lahm, voller Wiederholungen und ohne lebendige Charaktere. Weiß nicht mal was ich dazu sagen soll, mir hat irgendwie gar nichts gefallen an dem Buch, ich fand die Mördering (die von Anfang an feststeht) unfassbar weinerlich, von ihrer Tochter mal ganz zu schweigen. Den Mathelehrer, der in sie verknallt ist und ihr deswegen hilft, den Mord zu vertuschen (und sich dabei unfassbar schlau vorkommt!), konnte ich auch nicht leiden mit seiner Besserwisserei.
Selbst das als von einigen als wahnsinnig innovativ empfundene Ende fand ich dann nur noch zum Gähnen.

Eric Berg  – Das Nebelhaus rating3
Hat mich nicht vom Hocker gerissen. Der Autor schafft es nicht, aus den selbst geschaffenen Rahmenbedingungen die richtige Atmosphäre zu schaffen. Hölzerne Dialoge und Figuren und eine absolut hanebüchene Auflösung, die jedweder Logik entbehrt.
Dass der Autor zu jenen gehört, die es für notwendig halten, zu berichten, welches Muster die Tapete hat und in welcher Menge die Figuren sich was genau aufs Brot schmieren, hat es nicht unbedingt besser gemacht. Sehr schade, denn im Kern haben wir hier einen guten Plot, der mich streckenweise auch gefesselt hat!

Eugen Ruge – Cabo de Gata  rating3
Muss man nicht gelesen haben. Keine Ahnung, warum dieses Büchlein so gehypt wird derzeit. Vermutlich weil alle denken, es sei melancholisch und poetisch wunderbar. Das dachte ich anfangs auch, aber leider wurde aus der wildromantischen Geschichte eines Aussteigers auf der Suche nach Sinn und Romanstoff bald eine furchtbar langweilige Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten. Mir war der namenlose Antiheld dieses Romans auch einfach zu unsympatisch in seiner unbeholfenen (manchmal beinahe kindlichen) und irgendwie anbiedernden Art.
Außerdem waren die gefühlten 1093x “Ich erinnere mich” auf 200 Seiten einfach too much…

Neuanschaffungen

Weiß nicht mehr so genau. Vermutlich das, was ich auch gelesen habe.

Moleskine Book Journal

Wie schon mal erwähnt, liebe ich Notizbücher über alles. Zwar nutze ich auch mein iPhone mit diversen Apps, um dort Dinge von unterwegs aus mal eben schnell zu notieren und zu merken, aber gerade in Zeiten von Smartphone, Facebook und Co finde ich es schön und wichtig, auch mal handschriftlich etwas festzuhalten. Notizbücher sind einfach bleibender, dauerhafter. Man kann sie anfassen und immer wieder anschauen, sie sind lebendiger als jede App.

Bookjournal-1
Derzeit nutze ich 4 dieser Bücher regelmäßig (bis auf 1 Ausnahme alles Moleskines): Einen Kalender (neudeutsch heißt das jetzt wohl “Planner”?), ein Feld-Wald-Wiesen-Notizbuch, in dem ich alles mögliche notiere von Listen über Zitaten bis zu Skizzen zu wirklich allem. Ein Fotonotizbuch, in dem ich sowohl Ideen und Inspirationen vermerke als auch Pläne für Fotoshootings, Termine für Ausstellungen und Wettbewerbe und dergleichen.

Sowie als viertes ein Book Journal. Und genau das möchte ich hier vorstellen.

Weiterlesen

All Yours / Ganz die Deine

Hat mir unheimlich gut gefallen! Aufmerksam wurde ich auf die argentinische Autorin Claudia Piñeiro durch We read Indie und habe mich dann auch ein wenig schlecht gefühlt, das Buch auf Englisch gelesen zu haben statt auf Deutsch und somit den vorgestellten Verlag zu unterstützen. (Wieso tun sich so viele deutsche Verlage immernoch so schwer damit, eBooks zu veröffentlichen? Am besten noch zu einem im Verhältnis der Printausgabe stehenden Preis?) Allerdings lese ich wirklich wenn es geht nur noch eBooks, ich finde das einfach bequemer, und auf Deutsch gibt das nicht.

Aber zurück zum Buch selber: Ganz die Deine / All yours ist ein Krimi genau nach meinem Geschmack: Kurz und knackig, ohne temporeichen Showdown und ohne überflüssiges Geschwafel drum herum, welches den Leser verwirren soll und trotzdem oder gerade deswegen sehr spannend.

Weiterlesen