Monatsliste Mai 2013

Uppala, ist schon Juni? Stimmt ja… Anfang des Monats hatten wir eine Familienfeier mit rauschendem Fest, die im Vorfeld viel Vorbereitung erforderte, auf die auch ich mich voller Inbrunst gestürzt habe. Da blieb wenig Zeit für anderes, so dass ich wirklich wenig gelesen habe. Dazu kam, dass eins meiner Bücher sich zog wie Kaugummi, ich mich aber nicht recht zum Abbruch entschließen konnte und somit über drei Wochen ein einem Büchlein fest hing.
Dafür lese ich jetzt bereits an dem dritten Junibuch (hey, das ist viel für meine heutigen Verhältnisse! ;-)) und habe bestimmt noch einige schöne vor mir.

Gelesen

Wolfgang Herrndorf – Tschick   rating5
Eher aus Mitläufertum und Neugierde gelesen, ich war aber schon vorher sicher, ich würde es sowieso nicht mögen. Und mochte es anfangs auch nicht, zu schwerfällig und zu albern. Nach 40 Seiten, etwa mit Beginn der Reise von Tschick und Maik, trat dann eine Wendung ein. Ich finde das Buch ganz zauberhaft und berührend. Ein Roadtrip zweier Halbwüchsiger, beide auf ihre Art Außenseiter, aber unterschiedlich wie Tag und Nacht. Hier lernen beide voneinander und miteinander, lernen Respekt und werden ein kleines Stückchen erwachsener in diesem Sommer. Herrndorf erzählt völlig ohne Pathos, aber mit sehr viel Verständnis für 14jährige Jungenseelen.
Das Buch kommt ganz sicher auf meine Top-Liste für dieses Jahr!

Jack Finney – Time and Again   rating2
Eine Riesenenttäuschung! Anfangs war ich noch Feuer und Flamme, da dieses Buch gleich 2 meiner Interessengebiete anspricht: New York City und Zeitreisen. Der Plot gefiel mir auch an sich gut, die Umsetzung dieser Zeitreiseidee war hier recht neu (das Zeitreisen geschieht durch eine Art Selbsthypnose) und alles war in sich stimmig und schien mir gut recherchiert.
Als sich aber die erste „Uiiiiuiuiuiuiuiui!“-Aufregung gelegt hatte (sowohl bei mir als auch bei dem Zeitreisenden), blieb eigentlich nur noch eins: Gähnende Langeweile. Finney erzählt die Geschichte so deraßen emotionslos und schnarchig, dass ich mich drei Wochen lang durch dieses Büchlein hindurch gequält habe und eigentlich gar keine Lust mehr darauf hatte. Zum Abbrechen konnte ich mich aber auch nicht so recht entschließen, weil ja: Zeitreise und New York… Ich habe es schließlich nur noch überflogen und deswegen sicherlich auch einiges verpasst, aber das Lesen dieses Buches hat mir einfach keinen Spaß gemacht.
Noch dazu blieb die Hauptperson unglaublich blass und eindimensional, ich habe mich Simon in keiner Minute irgendwie verbunden gefühlt.
Sehr sehr schade, dass hier eine gute Idee so langweilig erzählt wurde, denn aus der Geschichte hätte man so viel machen können!

Neuanschaffungen

Lisa Renee Jones – Being Me (Inside Out #2)
Jack Finney – Time and Again