„Ich lese kein Fantasy.“

martin_FUE_Winterfell OK, neue Runde im Experiment „Fantasy Verweigerer liest High Fantasy“, kchichi!
Eigentlich bin ich für sowas ja nicht gemacht, für mich müssen Bücher im Hier und Jetzt spielen (Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich tu mich ja schon schwer mit historischen Romanen, die länger als ein Jahrhundert her sind). Uneigentlich soll aber gerade die Game of Thrones/A Song of Ice and Fire Serie ja sehr gut und sehr anders sein (das sagen sogar andere Nicht-Fantasy Leser). Außerdem kann man sich der TV-Serie derzeit ja kaum entziehen, jedenfalls wenn man dran denkt auch den Fernseher einzuschalten (was  mir bisher leider  nicht gelungen ist). Und irgendwie war ich nun doch einfach mal neugierig und hoffe, dass dieses „Epos“ nun nicht ganz so langatmig ist wie befürchtet. Ich tu mich ja immer schwer damt, wenn in Büchern alles ewig dauert.
Bin gespannt, wie viele Seiten ich diesmal durchhalte und ob ichs bis 100 schaffe ;-)

Wer hat die Serie denn schon (an-)gelesen? Erfahrungen, Meinungen?
Soll ich mir parallel noch die DVD Box reinziehen, oder kommt man da durcheinander? Vielleicht auch besser nur die DVDs kucken und statt dessen was anderes lesen?

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11 Kommentare zu “„Ich lese kein Fantasy.“

  1. Oh, mutig! :D Ich kenn die Bücher nicht und würd sie auch nicht anpacken, weil ich mir sicher bin, dass sie nicht mein Ding wären. Ich hab nämlich die erste Staffel der Serie gesehen, und schon die hat mich mit all ihren Intrigen und Handlungssträngen und all dem Gelaaaaaber furchtbar genervt. High Fantasy ist definitiv nicht meins, da passiert mir zu wenig.

    • Äh mutig, ja. So kann mans wohl schon sehen! :-D
      Es gibt ja so Bücher, die ich unglaublich gerne mögen würde. Und aus einem Grunde, den ich mir nicht erklären kann, gehört vieles aus der High Fantasy dazu. Vielleicht gerade weil ich es so schwer finde, mir dieses Genre zu erschließen und so gerne dahinter kommen würde, was so viele Leser daran toll finden, ich weiß es nicht. Bei HdR hab ich gedacht, ich lege mit den Filmen los, das kapiert man vllt schneller. Ich bin nie über die erste halbe Stunde hinausgekommen, weil ich es sooo langweilig fand.
      Deswegen bietet sich jetzt Games of Thrones irgendwie an, denn das wird zwar mit HdR verglichen, soll aber „besser“ sein und ist wohl nicht so magisch angehaucht (was es mir immer zusätzlich schwer macht, die Handlung ernst zu nehmen).

      Ich kann mir gut vorstellen, dass es dennoch ähnlich endet wie damals als ich unbedingt Die Nebel von Avalon lesen wollte, aber dann hab ichs wenigstens versucht. Mir lässt die Serie schon länger keine Ruhe.

      • Ich kenn das Gefühl, gewisse Bücher gut finden zu wollen, ohne dass es so recht klappt. HdR gehört für mich auch dazu, aber ich habs nie geschafft, über die ersten 50 Seiten hinauszukommen. Hingegen fand ich die HdR-Filme grandios, wenn man erst mal die ersten halbe Stunde oder Stunde überstanden hat – jedenfalls DEUTLICH unterhaltsamer als die politischen Intrigen und Familiengeschicke bei GoT. Aber wie immer ist es Geschmackssache und ich wünsch dir viel Spaß damit. :)

        Übrigens glaube ich, dass es zwei Übersetzungen gibt, von denen eine immer wieder kritisiert wird, wenn mich nicht alles täuscht … Aber ich weiß leider nicht mehr, welche. (Im Zweifel die Neuübersetzung, die von den »alten« Fans nicht akzeptiert wird.)

        • Ich hab ja eigentlich schon ein Faible für historische Familienränke und politische Intrigen etc. Nur muss das eben wirklich passiert sein. In gut geschriebene Biographien kann ich total abtauchen (und brauche ewig zum Lesen, weil ich nebenher immer so viel recherchiere). Aber sobald das ein fiktives Werk ist, tu ich mich schwer mit Historischem. Mit HdR hab ich glaub ich abgeschlossen, das Desaster mit Nebel von Avalon hing mir noch lange nach. Aber weil so viel über diese Serie hier geredet wird, hats mich doch nich mal gepackt. (Und vor allem weil ich was (High) Fantasy eigentlich genauso empfinde wie die Schreiberin des oben verlinkten Blogs. Da war ich erst recht neugierig, ob es mich mit GOT/ASOIAF auch packen würde.)

          Manchmal gibts ja auch so Bücher/Serien die einen dann unerwartet doch noch triggern oder die zumindest die berühmte Ausnahme darstellen, die die Regel bestätigt. Als ich damals anfing die Highlander Romane von Moning zu lesen, war ich auch noch fest davon überzeugt, nienieniemals weder erotische Romane noch Urban Fantasy zu mögen. Die Serie gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingen, und weil ich die Schreibe so mochte, hab ich danach ja auch noch die 5 Bände der Fever Serie inhaliert, was sogar noch mehr (Urban) Fantasy ist als die Highlander.
          Allerdings hab ich danach auch nichts mehr in diesem Genre gefunden, was mich so richtig mitgerissen hätte, aber die „Hemmschwelle“ ist halt gesunken ;)

          Achja und mit der Übersetzung, da mach ich mir keinen Kopp. Ich hab jetzt trotz des deutlich höheren Preises mal die deutsche Version angefangen, denn obwohl ich Krimis, Erotika oder Chicklit auf Englisch nur so weglese, denke ich bei „sowas“ automatisch immer, wenn ich mich schon inhaltlich schwertue, soll mir wenigstens die Sprache keine Probleme bereiten. Kann natürlich auch nach hinten losgehen, wird sich zeigen.

  2. Ich hab die ersten beiden Bücher (auf englisch, das müsste den ersten vier deutschen Bänden entsprechen) gelesen und auch die zwei Staffeln der Serie gelesen. Zur Qualität der Übersetzung kann ich also nichts sagen.

    Man sollte Interesse an politischen Machtspielchen, Intrigen und Familiendramen und historischen Geschichten mitbringen denke ich, sonst ist die Reihe wohl nichts für einen. Zumindest in den ersten zwei Bänden kommt Fantasy nämlich nur am Rande vor und es hat auf mich über weite Strecken wirklich wie ein historischer Roman gewirkt.

    Staffel 1 ist sehr eng an Buch 1 ausgerichtet, da gibt es kaum gravierende Unterschiede, während es bei Staffel 2 / Buch 2 da schon deutlicher war.
    Mir persönlich gefällt die TV-Serie etwas besser. Einfach weil da der Blickwinkel nicht so stark auf nur eine Familie (und gerade die mag ich nicht so…) ausgerichtet ist. Aber gleichzeitig sind in den Büchern halt mehr Hintergrundinformationen untergebracht, wodurch es doch einfacher wird die Charaktere auseinanderzuhalten und die komplexen Handlungsstränge zu verstehen.
    Ich hab aber auch zuerst die beiden Staffeln gesehen und dann die Bücher gelesen, kann also sein, dass mich das beeinflusst hat in meinem Urteil.

    • Danke für diese umfassende Einschätzung!
      Der Witz ist, dass ich durchaus Interesse an historischen Geschichten mit Intrigen und Familiendramen habe – solange es keine fiktiven Geschichten sind. Ich lese sehr gerne authentische Biographien über Adelshäuser oder bestimmte Herrscher, aber mit historischen Romenen tue ich mich schwer (kann aber nicht genau sagen, warum eigentlich).
      Ich versuchs trotzdem einfach mal, denn ich würde diese Serie wirklich gerne mögen…

      Normalerweise lese ich auch gerne in der Originalsprache (sofern diese Englisch ist), hab mich aber diesmal für die Übersetzung entschieden, weil in meiner Vorstellung High Fantasy = hoch kompliziert bedeutet und ich mir einbilde, der Handlung in meiner Muttersprache eventuell besser folgen zu können.
      Ich lass mich mal überraschen und hoffe, dass mich die Geschichte wenigstens ein bisschen mitreißen kann.

  3. Ähem. Ich habe Buch 1 im Februar letzten Jahre begonnen. Tja und seitdem nehme ich mir vor, die Serie fertig zu lesen, weil ich habe nämliche alle Bände – so echt in Papier – hier, aber irgendwie kommen mir immer so viele andere Bücher dazwischen, dass ich mittlerweile ernsthaft bezweifle, dass ich das jemals tuen werd.
    Gut geschrieben sind sie ja, interessant auch, ich war aber bisher einfach zu gestresst, um etwas zu lesen, bei dem ich mich ab und an mal konzentrieren sollte, um zu kapieren, was gerade passiert. Was ich überhaupt nicht leiden kann – egal in welcher Art von Buch – ist dieses ständige Hin und Her Gespringe von einer Person zur nächsten. Sicher, wir verfolgen mehrere Personen, aber ich hasse das einfach.
    Ach ja, mit Fantasy hat das was ich bisher gelesen habe absolut nichts zu tun. Ich würde eher sagen, ein fiktiver historischer Roman.
    Bin mal gespannt, was du zu berichten hast, wenn du die Bücher tatsächlich lesen solltest.

    • Naja, irgendwie sind alle „historischen“ Romane ja fiktiv ;) Aber ich weiß schon, was du meinst.
      Nach allem was ich bisher über die Serie habe, kommen erst in den späteren Bänden mehr Fantasy Elemente vor. Auch wieder was, weshalb ich dachte, das würde mir den Einstieg erleichtern… Bei dem Perspektivwechsel bin ich jedoch in der Tat skeptisch, das kann ich eigentlich auch nicht so leiden.

  4. Ich habe letzten Sommer den ersten Band angefangen. Es hat mir zwar gut gefallen, aber ich fand es auch anstrengend, die vielen Namen und Orte auseinanderzuhalten….lag vielleicht auch daran, dass ich letzten Sommer geistig nicht so ganz auf der Höhe war (13 Vollnarkosen innerhalb von zwei Monaten steckt das beste Hirn nicht so ganz ohne Folgen weg ;-) Ich kann nun drüber lachen, weil alles wieder in Ordnung ist, aber damals hat mich das schon fertig gemacht, weil ich quasi zugucken konnte, wie ich „dümmer“ wurde).
    Irgendwann, nach immerhin ca. 450 Seiten, wollte ich dann was „einfacheres“ lesen, habe beschlossen eine Pause bei Game of Thrones einzulegen und habe stattdessen zu 11.22.63 gegriffen. Das fand ich ja super. Und danach hatte ich dann keine Lust, zu Fantasy zurückzukehren. Aber ich habe definitiv vor, das Buch fertig zu lesen, nur muss ich für Fantasy in der passenden Stimmung sein.

    • Ich bin mir ja nicht mal sicher, ob ich es überhaupt bis zu Seite 450 schaffe :-D Ich hoffs.
      Vielleicht ist das auch ne Kopfsache, aber ich tu mich einfach generell schwer, Geschichten zu folgen, die in einer eigenen bzw fiktiven Welt spielen. Erkären kann ich das auch nicht so recht, denn sonst lese ich ja auch fiktive Geschichten, die teilweise an nicht wirklich existenten oder nicht näher gegannten Orten spielen. Aber ich muss halt irgendwie das Gefühl haben, dass das Buch zumindes „von dieser Welt“ ist. Schon als Kind hab ich mich schwergetan mit sowas, ich hab lieber Problembücher gelesen oder eben so Heileweltsachen wie Bullerbü. Was ich dagegen von Astrid Lindgren nicht mochte, waren auffalend die Bücher, die auch etwas fantasylastig sind (wobei man hier wohl eher „Märchen“ sagt, ist für mich aber das gleiche ;-)), also Mio, mein Mio und Ronja Räubertochter. Momo hab ich auch nicht sonderlich gemocht, dafür aber Die unendliche Geschichte (das aber auch erst im x-ten Anlauf, damals hab ich Büchern eigentlich immer mehrere Chancen gegeben, das mach ich heute auch nicht mehr).

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