Twilight

Eigentlich wollte ich das Buch mangels Interesse ja nie lesen. Dann wollte ich es doch lesen, um „mitreden“ zu können.

Gesagt, getan. Gelesen habe ich es in der englischen Originalsprache, in der Hoffnung, es sei dadurch ein wenig „authentischer“. Jetzt hab ich es endlich durch und habe beim Lesen dann wider Erwarten doch sehr zwiespältige Gefühle gehabt.
Ich wurde vor dem Lesen mehrmals darauf hingewiesen, dass es ein Jugendbuch sei, und obwohl ich dieser Ansicht keinen rechten Glauben schenken konnte aufgrund der schlichten Tatsache, dass erwachsene Frauen um die Mitte-Ende Zwanzig in bestimmten Bloggerkreisen zu schier willenlosen Edward-Groupies mutiert sind. Beim Lesen habe ich dann aber recht schnell gemerkt, dass offenbar doch hauptsächlich kleine Mädchen Jugendliche mit dem Buch angesprochen werden sollten.

Hauptperson Bella legt gleich zu Anfang des Buches die typische „Me against the World“ Teenager-Attidüde an den Tag, und ich kann mir vorstellen, dass sich davon viele Teens angesprochen fühlen. Heldenhaft verlässt Bella aus freien Stücken das sonnige Arizona, um zu ihrem Vater in das verregnete Forks im Staate Washington zu ziehen, damit Bellas Mama und ihr neuer Mann mehr ungestörte Zeit miteinander haben können. Die Idee stammt von Bella selbst, und so ganz hat sich mir der Hintergrund dieses Umzugs irgendwie nicht erschlossen, zumal die Mutter den Umzug offenbar weder gefordert, noch initiiert hatte. Aber vermutlich musste einfach irgendein Grund her, um Bella nach Forks zu verfrachten.

Da Bella sowieso ne kleine Kellerassel ist, die sich nicht viel aus der Sonne und Freizeitaktivitäten im Freien macht, ist es ihr im Grunde auch egal, wo sie sich aufhält und ob es da viel regnet. Mein Eindruck war, dass sie an ihrer ehemaligen Schule weder beliebt war, noch Freunde hatte. „Gedatet“ hat sie auch noch nie einen Jungen. So kommt die 17jährige also völlig unberührt nach Forks, und ihr Eintritt in die dortige Highschool wird zum Erstaunen der Leser und Bella zum durchschlagenden Erfolg. In Phoenix hat sie offenbar mit dem Hintern keiner angeschaut (mit gutem Grund, wie ich vermute), in Forks dagegen liegt ihr die Männerwelt vom ersten Augenblick an zu Füßen. Dass man das als 13jährige toll findet, kann ich nachvollziehen, aber besonders glaubwürdig ist das jetzt nicht.
Mehrere Jungens reißen sich um Bellas Aufmerksamkeit und buhlen um den Platz an ihrer Seite. Die Holde selbst ist davon lediglich genervt, allenfalls peinlich berührt. Bella ist vor allem am Anfang des Buches seeeeehr viel mit Seufzen und Augenrollen beschäftigt („I sighed“, „I groaned“ und „I rolled my eyes“ sind immer wieder gerne benutze Satzbausteine).
Ich bekam schnell den Eindruck, dass Bella eine arrogante und oberflächliche dumme Göre ist, und dieser Eindruck hat sich bis zum Ende des Buches gehalten. Sie geht mit der Einstellung durch das Leben, dass sowieso alles unter ihrem Niveau und unter ihrer Würde ist und lässt andere das auch spüren – Männlein wie Weiblein. Ihre lebenslustigen und plappernden Mitschülerinnen, die sie schnell in ihre Mitte integrieren, belächelt sie insgeheim und betrachtet sie von oben herab, wenn sie auf ihren Shoppingtouren lieber in Boutiquen als in Buchhandlungen gehen und sich über das weltbewegende „Wer mit wem?“ den Kopf zerbrechen.

Einerseits so erhaben über jegliche profanen Vergnügungen des Lebens, ist Bella daheim bei Papa Charlie ein richtiges kleines Hausweibchen. Die 17jährige kocht unaufgefordert für sich und ihren Vater, hält das Haus sauber und wundert sich ernsthaft, wie Charlie all die Jahre ohne eine weibliche ordnende Hand im Haushalt überhaupt überleben konnte.
Insgesamt also ein wirklich hübsches Frauenbild, dass die nach eigener Aussage sehr religiöse Frau Meyer da gezeichnet hat…
Mir persönlich war Bella durchweg unsympathisch. Ihre Oberflächlichkeit und ihre Arroganz sind die einzigen Charaktereigenschaften, die ich benennen könnte. Ansonsten ist diese Figur eher flach gehalten.

Edward selber ist auch nicht wirklich interessanter gestaltet. Er tritt einfach plötzlich in Bellas Leben, und von Anfang an ist natürlich selbst dem tumbsten Leser klar: Die kriegen sich noch… Auch wenn er sie anfangs (natürlich) ignoriert und meidet und Bella ihn vorsichtshalber ebenfalls erstmal nicht mag. Aber das muss so.
Edward glänzt zunächst ausschließlich durch seine vornehme Blässe und seine „übermenschliche Schönheit“. Nach und nach legt er noch weitere Qualitäten an den Tag, wie zB unvorstellbare körperliche Kraft. So wendet er einen Autounfall mit bloßen Händen ab und rettet Bella so das Leben. Überhaupt scheint sie mit ihrer Tollpatschigkeit dann doch seine Beschützerinstinkte zu wecken, und diese Eigenschaft fand ich fast die nervigste von allen, vor allem da Meyer es hier maßlos übertreibt. Bella kann kaum einen Fuß vor den anderen setzen, ohne dabei über ihre eigenen Füße zu fallen und sich langzulegen. Sie stolpert, sie stottert und stürzt in einer Tour. Vermutlich sollte das irgendwie niedlich sein, wirkt aber einfach nur albern und passt vor allem nicht zu ihrer Überheblichkeit.

Herausragendes Merkmal Edwards ist ansonsten seine Schönheit. Er ist einfach wunderschön. Und eine ganz tolle, seidige Stimme hat er. Und so faszinierende Augen! Ach, er ist einfach uuuunglaublich schön. Sowas Schönes hat Bella überhaupt noch nie gesehn. Und seine STIMME erst! Und wie er GEHT!!! Und er RIIIIECHT so toll! Oh, und hab ich schon erwähnt wie wahnsinnig schön er ist?!
Teenagerschwärmerei halt, aber irgendwann mag man nur noch sagen: Ja, ist ok jetzt, ich habs kapiert!
Im Folgenden enthüllt Edward dann a) dass er ein Vampir ist und b) dass er aufgrund dieser Tatsache eine Gefahr für Bella darstellt. Und von da ab besteht das Buch in erster Linie aus gegenseitigem Anschmachten und Beteuerungen, wie toll man einander doch findet. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber Meyer schafft es tatsächlich, dieses zum Hauptinhalt des Buches zu machen. Alles, was nach den ersten 60-70 Seiten Vorgeplänkel passiert, sind 1. Liebesschwüre, 2. Problemewälzen weil Edward ja sooooo gefährlich ist für Bella und 3. Ich Tarzan, du Jane-mäßige Rettungsaktionen von Edward, wenn das unbedarfte Weibchen Bella entweder irgendwo stolpert oder sonstwie das Unglück magisch anzieht.

Das Anschmachten ist insofern noch zusätzlich nervig, als dass es natürlich nie zum Äußersten kommt, das Ganze aber derart über-sexualisiert ist, dass es schon lächerlich wirkt. Ich mag mich irren, aber man kann das Buch auch als ein einziges Plädoyer für sexuelle Enthaltsamkeit lesen. Das Äußerste, was passiert, ist ein Kuss (obwohl die beiden andauernd sprichwörtlich aufeinander hocken). Und selbst der wird schon zum massiven Problem, weil es ja sein könnte dass der gefährliche Edward sich nicht mehr halten kann und Bella beißt. Beißen darf er sie nicht, weil sie dann ja auch zum Vampir wird. Vögeln darf er sie auch nicht, weil er dann derart in Ekstase gerät, dass er ihr dann womöglich aufgrund seiner übermenschlichen Kräfte den Schädel zerdonnert. Nix darf er! Und er hält sich auch wirklich wacker die ganzen 434 Seiten dran, obwohl es ihm schwer fällt. Ein Ausbund an Selbstbeherrschung, das muss man ihm lassen.

Damit jetzt zu dem Punkt, an dem ich manchmal überlegt habe, ob ich das Buch nicht doch irgendwie ganz gut finde: Der Kern der Geschichte hat mir wider Erwarten gut gefallen. Das mit der unerschütterlichen Liebe einer Frau zu einem Vampir, der eigentlich zu gefährlich für sie ist. Und auch dass mit vielen Vampir-Mythen aufgeräumt wird (schlafen in Särgen, sterben bei Tageslicht etc.), fand ich durchaus interessant. Aber bitte, muss man die Vampire dann statt dessen glitzern (!) lassen?!
Die Umsetzung dieser im Kern guten Geschichte ist eine einzige Katastrophe. Zum einen wegen der nervtötenden Charaktere (wobei das sicher noch streitbar ist). Zum anderen aufgrund des nahezu völligen Fehlens jeglicher Handlung. Und nicht zuletzt aufgrund der Unglaubwürdigkeit der Darstellung Edwards als Vampir. Ich fand ihn ja stellenweise ehrlich gesagt ganz schnuffig, aber andererseits ist er mir dann wieder unglaublich auf den Keks gegangen, mit seinem ewigen Bad Boy-Gehabe und seinem „I’m dangerous, Bella!“, weil diese Gefährlichkeit leider nie belegt wird und Edward statt dessen immerzu als leuchtender Held präsentiert wird, der nicht nur Bella, sondern auch sonst niemandem etwas zuleide tut.

Unterm Strich war das Buch nicht ganz so „schlimm“ wie ich dachte, da die Story an sich mich überraschenderweise angesprochen hat. Fast tat es mir ein bisschen leid, dass ich das Buch nicht so richtig mögen konnte. Die Details und die Umsetzung waren nämlich eher noch fürchterlicher als ich mir das hätte ausmalen können. Da ich trotzdem immernoch wissen will, wie die Geschichte ausgeht, werde ich vermutlich irgendwann nochmal den 4. und letzten Teil der Reihe lesen. Für die beiden dazwischen habe ich dann doch keinen Nerv.

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79 thoughts on “Twilight

  1. ich schließe mich deiner meinung in allen punkten an.
    genau diese tollpatschigkeit hat mich an bella so extrem genervt. und dieses: alle liegen ihr zu füssen. WAH!
    außerdem das unfassbar dümmliche frauenbild, das da vermittelt wurde. – und der WUNDERSCHÖNE aber gefährliche edward. laber laber rhabarber …
    aber ich konnte es nicht so treffend auf den bildschirm bringen. ;)

  2. Klar, das kannst du auch! Ist auch ein bisschen Übungssache. Ich kann auch nicht jedes Buch rezensieren, bei machen lass ichs einfach, weil mir nichts dazu einfällt.

    Bah, und diese Tollpatschigkeit! Am Anfang hab ich noch gedacht, sie ist einfach zu nervös am ersten Schultag, aber nein, die ist IMMER so. Das glaubt doch kein Mensch, und vor allem – was soll das?? War wohl wirklich allein zu dem Zweck, Ätworts Beschützerinstinkte zu wecken, denn einerseits zieht er sie ja gemeinerweise gerne damit auf, andererseits dann ständig dieses „I want you to be safe, Bella“.
    Oah nee, sowas geht echt gar nicht!!

    Und dann ist das so rückständig alles. Mal im Ernst, ich kenne da eine Jugendbuchreihe, die du auch kennst, die ist Anfang des letzten Jahrhunderts entstanden, und die Heldin in dieser Reihe ist Bella in Sachen Selbstbewusstsein und Emanzipation ja wohl um WELTEN voraus!

  3. An das „Glitzern“ kann ich mich gar nicht mehr erinnern (muss ich wohl verdrängt haben).
    Tolle Rezension, ich musste die ganze Zeit lachen beim Lesen, du hast in jedem Punkt sooo recht :D
    Es stimmt schon, was du sagst: Der Kern der Geschichte ist im Prinzip interessant, da hätte man was draus machen können. Aber die Umsetzung… ich hab gestern auch noch mal reingelesen, hab die ersten 100 Seiten überflogen und war so genervt von Bella und dem ewigen Hin und Her zwischen den beiden, und ihre Tollpatschigkeit ist wirklich schlimm – nur damit er dann immer als strahlender Held auftreten kann, wie toll… Und geschrieben ist es auch ziemlich schlecht, aber vielleicht liegt das ja an der Übersetzung.
    Und warum sie unbedingt nach Forks ziehen musste, hab ich auch nicht kapiert – dabei wäre es wirklich nicht so schwer gewesen, sich dafür einen plausiblen Grund einfallen zu lassen.

    Den Film werd ich mir allerdings anschauen wenn er auf DVD rauskommt. Der gefällt mir bestimmt 100-mal besser als das Buch, außerdem finde ich die, die Bella spielt so toll ;)

  4. Dann bist du jetzt immerhin schin die dritte, die das mit dem Unzug nicht kapiert hat – bin froh, dass ich nicht die einzige bin!

    Das mit dem Glitzern wird ungefähr in der Mitte mal erwähnt. Das ist die Erklärung dafür, warum diese Gattung von Vampiren zwar Tageslicht als solches verträgt, aber ausgerechnet das verregnete Forks als Wohnorrt gewählt hat (und warum die Schülervampire bei Sonnenschein immer blau machen): Sie fangen bei direkter Sonneneinstrahlung an zu glitzern ;D

    Sprachlich ist das schon sehr schlicht, aber ich wette, dass die Übersetzung absolut unerträglich ist!

  5. Das hab ich nun echt schon einige Male gehört (ich habs ja selbst nicht gelesen), und du hast es auch wieder bestätigt – die Geschichte an sich ist eigentlich ziemlich gut, nur ist sie leider einer grottenschlechten Schriftstellerin eingefallen. Schade drum :)

  6. Ja, wirklich schade drum. Denn wenn sogar ICH die Geschichte interesant finde – ich hab ja mit Fantasy sonst gar nichts am Hut!

    Das Schlimmste ist nicht mal der Schreibstil an sich, sondern einfach das, WAS sie erzählt. Die Geschichte tritt völlig in den Hintergrund, das Buch besteht ja fast nur aus Ohedwardichliebedich und Edwardistsooooschön. Noch dazu diese unterschwellige Mormonenpropaganda. Muss irgendwie alles nicht sein.

  7. Bella hat beschlossen zu ihrem Vater zu ziehen, weil Ihre Mutter mit dem neuen Mann umherreisen wollte (Auswärtsspiele und solche Geschichten) und sie Ihnen kein Klotz am Bein sein wollte.
    Ich fand das verständlich.

    Es ist schade, dass ihr die Geschichte nicht so verstanden habt, wie sie gemeint war bzw. mit dem Stil der Autorin nicht zurecht gekommen seid.
    Ich persönlich fand Bella nicht ein Stück arrogant, nur etwas oberflächlich am Anfang.
    Aber da hat sich doch sehr schnell heraus kristallisiert, dass das nur die Meinung der durchschnittlichen amerikanischen Teenager ist und sie einfach nur gemocht werden wollte.

    Ich fand es offensichtlich,dass sie einfach nur verunsichert und schüchtern ist. (deutlich wird das auch in Ihrem neuen Buch, indem die ganze Geschichte noch mal aus Edwards Sicht geschrieben wird. Das erste Kapitel kann man schon lesen)
    Auch im Film wurde das deutlich gemacht.
    Dazu kommt (Achtung Spoiler), dass sie mit ihrer Einschäztzung absolut recht hatte … die Menschen, mit denen sie nie groß etwas anfangen konnte, waren auch allesamt Misthaken; insbesondere Jessica.

    Eine Kellerassel, die sich nicht viel aus Sonne und Freizeitaktivitäten macht?
    Da stand doch ständig, wie sehr ihr der Regen auf die Nerven geht und dass sie die Sonne so sehr vermisst.
    Die Freizeitaktivitäten werden in den nächsten Teilen auch immer mehr – mit den richtigen Leuten.
    Sie kann eben unterscheiden, wer es wert ist und wer nicht.
    Wozu Zeit an Zicken, Player und Hirnlose vergeuden?

    Viele Sachen werden in den weiteren Teilen auch genauer erklärt und bekommen eine ganz andere Bedeutung.
    Aber nunja, wenn man schon mit ihrer Art zu erzählen nichts anfangen kann, dann ist das ja eigentlich auch egal.

    Bei mir war es eher umgedreht. Ich finde die eigentliche Idee des Buches total doof, kitschig und langweilig. Die Umsetzung hat mich aber mitgerissen- insbesondere die Keuschheit und das Kämpfen um Beherrschung, die spätere Bella-Jacob-Geschichte, das Verlassenwerden, die kleinen Konflikte … so toll!

    Beim besten Willen glaube ich nicht ein Stück, dass sie sich an 13-jährige Mädchen gewandt hat.
    Aus meiner Sicht ist das Buch alterslos geschrieben. Und für junge Teenager hätte sie keine erwachsene Protagonistin gewählt.

    @ Argentina:

    Ich finde es ja ziemlich arrogant Stephenie Meyer als grottenschlechte Schriftstellerin zu bezeichnen – und das, obwohl man die Geschichte nicht gelesen hat

  8. Ich habe sie auch nicht als solche bezeichnet, sondern die Leute, von denen ich das gehört habe. Man sollte Kommentare anderer schon richtig lesen können, bevor man diese als arrogant bezeichnet.

  9. Mihi, wie die Meinungen doch auseinander gehen ;) Frage mich, ob wir wirklich beide dasselbe Buch gelesen haben.

    Ich finde, es kommt schon sehr arrogant rüber, wenn Bella ständig über andere die Augen verdreht etc. Verunsichert war sie anfangs sicherlich einerseits, andererseits sind dann ja sowieso alle doof. Jessica und diese andere (Lauren heißt sie glaube ich) haben sie ja sehr schnell in ihre Mitte aufgenommen, wohingegen sich Bella wenn überhaupt, dann nur sehr widerwillig ihren Unternehmungen angeschlossen hat. Keiner ist ihr gut genaug – außer Edward. Wobei ich mich immer gefragt habe, warum sie alle anderen so ablehnt, da sie selber so gut wie keine herausragenden positiven Eigenschaften hat. Ich fand die beiden Mädels nicht hirnlos, sondern wie normale Teenager eben so sind. Bella hält sich ja selber für seeeehr erwachsen und fällt Urteile über andere innerhalb der ersten Minuten.

    Und das mit der Enthaltsamkeit… ja schön und gut. Spricht ja an und für sich in dem Alter auch gar nichts dagegen, aber der eigentliche Grund dafür hat auf mich nur lächerlich gewirkt, vor allem weil die zwei ja doch ständig am Knutschen und sich die Hand streicheln sind. Der „gefährliche“ Edward, der sich in Ekstase ja so gar nicht unter Kontrolle hat, der aber über 400 Seiten hinweg keiner Fliege was zuleide tut (wie er jagt, wird ja vornehm verschwiegen)… also tut mir leid, aber ich habe ihr das nicht abgenommen.

  10. Wow. Maren, da ist dir ein toller Verriß gelungen! Ich hab so gelacht beim lesen deiner Rezi. Und das, obwohl ich ein großer Fan von Bella und Edward bin.

    Grundsätzlich geht es mir wie Lilly, ich finde das Buch gar nicht langweilig. Sicherlich ist es nicht fürchterlich anspruchsvoll (was wohl nicht nur an der Übersetzung liegt, sonst hätte dir das Original ja gefallen), aber gut lesbar. Ich habe es einfach als Jugendbuch aufgenommen und daher auch keine großen Erwartungen an den Stil gehängt.

    Vielleicht hätte man das ganze ein bißchen straffen können, und Bella und Edward nicht ganz so lange ihr hin und her ausdiskutieren lassen. Aber ich kann auch damit leben.

    Im übrigen hat es mir besonders gut gefallen, dass die beiden eben nicht wild vögelnd ihre Nachmittage (und auch Nächte) im Bett oder sonst wo verbringen. Irgendwie bin ich der Meinung, es gibt weltweit genug Teenies, die Mütter werden und noch keinen blassen Schimmer vom Leben haben. Da kann man ihnen ruhig auch mal ein Buch vorsetzen, das noch Träume offen lässt. Die Realität holt sie noch früh genug wieder ein.

    Auch habe ich Bella niemals als überheblich empfunden. Es soll halt Menschen geben, die lieber das hunderste Buch als das zehnte Kleid kaufen ;). Und – auch da hat Lilly Recht – in den folgenden Bänden zeigt sich leider, dass gerade Jessica nicht so die tolle Freundin ist, als die sie sich versucht im ersten Band zu verkaufen.
    Über Bellas Hang zu Fettnäpfchen jeder Art muß man eigentlich nicht streiten. Das ist vollkommen überspitzt dargestellt.

    Und Edward… ok, der ging mir auch manchmal auf den Geist mit seiner ewigen Warnung, er sie so fürchterlich böse. Aber er demonstriert ihr seine Eigenarten schon auf sehr anschauliche Art… finde ich.

    Ich glaube, dieses Buch ist einfach eines, das man entweder toll findet oder eben nicht. Hin und wieder lese ich gerne mal ne Liebesgeschichte, vorallem dann, wenn Held und Heldin sich nicht hundert Seiten lang hassen, dann irgendwie in der Kiste landen und die restlichen vierhundert Seiten damit verbringen, das Kamasutra rauf und runter zu turnen, an allen erdenklichen Orten zu vögeln und – zum krönenden Abschluss – auf den letzten zwanzig Seiten heiraten und auch noch drei Kinder bekommen.

    Und trotzdem finde ich deine Rezi – wie schon gesagt – erfrischend anders.

  11. @ Tintagel: Wie gesagt fand ich es beim Lesen manchmal schon sehr schade, dass ich das Buch nicht so wirklich mögen konnte, und ich hätte die Rezension auch anders schreiben können, wenn mich nicht so vieles nachhaltig gestört hätte. Es sind halt so viele Kleinigkeiten, „wenn nicht das und das, wenn nicht so und so…“, die mich im Gesamtergebis stören und die mir das Buch vergällt haben.

    Dass sie wild rumvögeln sollen, hab ich auch nicht gesagt oder erwartet, aber es stört mich, dass es eigentlich über gefühlte hunderte von Seiten nuuuuur darum geht, wie toll man einander findet und wie sehr man sich begehrt, dass man aber leider leider von sämtlichen sexuellen Handlungen Abstand nehmen muss. Es hätte gereicht, das EINMAL zu erwähnen, meinetwegen auch zweimal. Aber das wird ja so fürchterlich breit getreten, wie toll sich beide (bsd. Edward) beherrschen können, dass ich mir als Leser schon fast verarscht vorkam, weil das beinahe der Hauptinhalt des Buches war.
    Wenn dann zum x-ten Male wieder in epischer Länge und Breite beschrieben wurde, wie Edward an Bellas Hals schnüffelt und ihr den Handrücken streichelt etc, dann dachte ich manchmal wirklich nur „Jetzt MACHTS doch endlich mal richtig oder tut einfach mal GANZ was anderes zur Abwechslung!“

    Wie das „gemeint“ war, darüber kann man sicherlich wunderbar streiten, aber ich habe das zunehmend als Plädoyer für sexuelle Enthaltsamkeit aufgefasst (No Sex until Marriage, passt doch gut zu Frau Meyers religiöser Haltung).

    Und was ich gar nicht leiden kann, sind generell Hinweise auf Folgebände, in denen dann bestimmte Aspekte verständlicher werden ;) Ich habe DIESES Buch gelesen, und auf dieses kann ich mich nur beziehen. Auch Einzelbändesollten meiner Meinung nach in sich geschlossen und allein lesbar sein, erst recht wenn es der erste Teil ist. In DIESEM Buch habe ich Jessica als normales, nettes Mädchen aufgefasst, das sich ehrlich mit Bella anfreunden wollte, und daraus ergibt sich u.a. meine Beurteilung von Bella.

  12. *lach*

    Ok, du hast Recht. Die Anspielung auf die Folgebände ist eigentlich indiskutabel.

    Ich wollte dich auch gar nicht davon überzeugen, dass Bella toll ist und alle anderen doof. Ich wollte lediglich Anmerken, dass man manches auch aus anderen Blickwinkeln betrachten könnte, was du auf alle Fälle getan hast, denn bis jetzt habe ich eigentlich nur positives zu den Büchern gehört. Und einiges von dem, was dir auf den Geist geht, hat mir ja auch nicht zu 100% gefallen.

    Was Frau Meyer letzten Endes mit dieser Reihe / diesem Buch bezwecken möchte, und ob überhaupt, interessiert mich eigentlich nicht. Geldverdienen wird wohl auf alle Fälle im Vordergrund gestanden haben. ;))

  13. Vielleicht findest du das hier noch interessant, Maren: http://www.carlsen.de/uploads/Jugendbuch/edward_auf_den_ersten_blick.pdf
    Das ist das erste Kapital aus Edwards Sicht. Und da er Gedanken hören kann, kann man auch nachlesen, was für eine dumme Gans Jessica im Grunde genommen ist.

    Ich denke ich habe auch insgesamt einen anderen Eindruck, weil ich auch die anderen Bücher gelesen habe (ich bin gerade bei Nummer drei) und das zweite meine Gefühle total durcheinander gewürfelt hat. Ich habe es als sehr tief empfunden.

    Die Tollpatschigkeit ist sicher etwas überspitzt, aber ich schwöre, ich habe solche Menschen schon erlebt.
    Bedauernswert. ^^

  14. @ Tintagel: Ach, ich kenn auch genügend Leute, die das Buch schlecht finden, so isses nicht ;) Ging mir ja auch nicht darum, das Buch auf Teufel komm raus schlecht zu machen. Ich war echt überrascht, dass die Story im Kern gar nicht so schlecht war, und beim Lesen dachte ich teilweise wirkich „so schlecht ist das gar nicht“.

    Aber dann fingen sie wieder an, sich gegenseitig anzuschmachten, waaaah wah wah ;)

    Ich glaube, die wollte anfangs nur ein Buch schreiben. Dass das ermaßen einschlägt, kann man ja vorher eigentlich nicht wissen. Das war schon bei Harry Potter und Pipi Langstrumpf so…

  15. … oh, dass Jessica im ersten Band als nett beschrieben worden ist, habe ich schon wieder vergessen.
    Ich hab sie von Anfang an nicht gemocht, allein schon, weil sie sich so an Mike rangeschmissen hat und sich komisch benehmen musste, weil er an Bella interessiert war.

    Dass ein Band geschlossen geschrieben sein muss, finde ich auch.
    Aber bestimmte Sachen muss man einfach offen lassen, damit es einen roten Faden durch alle Bücher gibt.
    Meiner Meinung nach kennt man das einzelne Buch erst dann richtig, wenn man alle kennt.
    Denn es muss ja etwas Dramaturgie eingeflochten werden, deren Kurve durch alle drei Bände verläuft.
    Die Ausmaße bekommt man im ersten noch nicht mit- nur viele Andeutungen.
    Wäre das nicht so, dann würde ich mich für Buchreihen nicht interessieren.

  16. @ Lilli: Das interessiert mich eigentlich nicht.
    Denn wie ich eben schon zu Tintagel gesagt habe: Ich habe DIESES Buch gelesen und aufgrund der Informationen, die mir in DIESEM Buch gegeben werden, bilde ich mir eine Meinung. Wie es in den Folgebänden weitergeht doer was Edward gehört hat, kann ich nicht wissen, und es interessiert mich auch zu dem Zeitpunkt nicht, wo ich DIESES Buch lese.

    You get the point ;)

    Bedauernswert ist vor allem, dass Bellas Ungeschicktheit nur dafür herhalten muss, dass Edward immerzu als leuchtener Held dargestellt werden kann…

  17. Wow, da haben wir das Buch ja ziemlich ähnlich empfunden. Vor allem dem Punkt, dass du es schade fandest, das Buch nicht mögen zu können, dem muss ich mich anschließen. Gerade da mir das Buch von absolut verlässlichen Buchempfehlern empfohlen worden ist, siemir eigentlich nur zu wirklich guten Büchern raten und ich mich immernoch schwer wundere, was sie daran so unfassbar toll fanden.
    Ich finde auch, dass du Bellas Charakter sehr gut beschrieben hast. Wobei mich ihre Arroganz nicht so sehr gestört hat wie dieses Ichkochefürpapaverhalten und ihr Edwardistjasosososososososososchön! Da muss ich nochmal auf meinen Trinkspielvorschlag verweisen (als Lisa geschrieben).
    Also, ich kann mich in dieser Rezension wirklich gut wiederfinden – wunderbar!

  18. Ach du warst das mit dem Trinkspiel! Ja, ne gute Idee an sich, aber dann wär ich jetzt ziemlich besoffen, wenn ich nach jedem „his beauty made me breathless“ ein Schnäpschen gekippt hätte ;)

    Mir ist das Buch eigentlich nicht empfohlen worden, aber ich wollte nun wirklich endlich wissen, was dran ist. Und obwohl ich schon vorher sicher war, dass ich es nicht mögen wurde, war ich dann doch überrascht, dass ich es an einigen Stellen gerne gemocht hätte. Ich war ja selbst überrascht, aber die Grundidee war dann doch gar nicht so schlecht. Wenn nur Bella nicht so ein Schaf gewesen wäre und Edward einen Tick glaubwürdiger dargestellt usw.
    Insofern verstehe ich schon, wenn das Buch sehr junge Leser gut finden, mit 14 liest man ja oft noch nicht ganz so kritisch ;)

    An der Stelle nochmal was @ Lilly: Was ich echt gar nicht abkann, das sind Sätze wie „Du hast das Buch eben nicht (richtig) verstanden“ bei negativen Rezensionen (und sowas kommt tatsächlich NUR, wenn man sagt, dass man ein Buch nicht mochte). Ich denke, dass ich das Buch sehr gut verstanden habe, habe mich aber auch damit auseinandergestzt, und das Ergebnis fiel eben nicht so gut aus. Mein Eindruck ist oft eher der, dass diejenigen, die das Buch vollkommen blind und kritiklos super finden, es „nicht verstanden“ haben bzw vieles einfach nicht bemerken, aber das werfe ich auch niemandem vor.
    Warum hat man ein Buch nur dann „richtig verstanden“, wenn man es gut findet? Man kann etwas tatsächlich auch verstehen, ohne davon begeistert zu sein.

  19. aber maren, „du hast es nicht verstanden“ ist doch nun das einfachste argument, und kommt immer dann, wenn man keine gegenargumente in die diskussion einbringen kann. – ich hab auch schon desöfteren gemerkt, das „hardcore“ fans nicht damit leben können, wenn man twilight einfach nicht gut fand, und das auch noch mit zahlreichen argumenten begründen kann.

  20. Hui, hier ist ja was los? *verunsichert umkuckt*

    ( Falls du wisen willst, was in Band 2 und 3 passiert, um den 4 zu lesen – und ich glaube, ein paar Sachen versteht man sonst nicht – kannst du dich ja mal melden (; )

    Ansonsten sag ich nichts, außer dass ich die Bücher mochte. Über Geschmack kann man sich streiten oder auch nicht, er ändert sich trotzdem nicht durch Diskussionen ^^

    Zugegeben bin ich ja gerade sehr erheitert über den drittletzten Absatz ^^

  21. @ Carolin: Das ist ja generell immer ein beliebtes Argument, nicht nur bei Twilight. magst du ein Buch nicht (speziell ein „gehyptes“), dann hast du es eben nicht verstanden. Fragt sich nur, was „besser“ ist: Sich mal bewusst damit auseinanderzusetzen und dann zu dem Schluss kommen, dass man es nicht mag oder kritiklos und blind alles toll finden und „määääh“ der großen Herde hinterhertrotten…
    Ich kann wenigstens begründen, warum ich es nicht mag, wohingegen als Argument für Twilight meistens nur „sooooo schön“ fällt ;) Es ist halt Geschmackssache und hat mit Verstehen nicht das Geringste zu tun (als gäbs bei Twilight überhaupt so viel zu verstehen ^^)
    Wenn im Restaurant das Essen nicht schmeckt, sagt auch keiner „Du hast es einfach nicht so verstanden, wie es der Koch gemeint hat“. ;)

    @ umblättern: Wenn ich den 4. Band mal lese, werd ich sicher die ein oder andere Frage haben und mich dann an den ein doer anderen Twilightleser wenden. An sich interesiert mich schon, wie es weitergeht, und vermutlich verpasst mal viel vom Inhalt, wenn man 2 Bände auslässt. Aber wenn die genauso sind, wie der 1., ertrag ich das einfach nicht.

  22. Ich werd heute den Film sehen, denn für das Buch bin ich definitiv noch nicht empfänglich (Mit anderen Worten: Ich trau mich nicht)

    Den 4. Band gibt es übrigens ab dem 2.2 bei vorablesen.de als Vorableseexemplar, wenn man Glück hat :)

  23. Sally, danke für den Tipp!
    Eigentlich wollt ichs ja auf Englisch lesen, aber für geschenkt nehm ichs auch auf Deutsch ;)

  24. Bitte, bitte :)
    Aber geschenkt? Naja, du musst natürlich die Leseprobe bewerten und letztendlich eine Rezension schreiben, aber das macht man ja gerne und sowieso gibts da hin und wieder ganz tolle Bücher zum Vorablesen.

  25. Wer die Geschichte verstanden hat oder nicht, das lässt sich schwer beurteilen.
    Ich hab doch aber deutlich gemacht, was ich meinte?!
    Du sagst Bella ist arrogant. Die Autorin hat sie aber nicht als arrogant beschrieben- was im Film auffällt, in den weiteren Büchern und in Edwards Version.
    Daraus habe ich eben geschlossen, dass der Stil der Autorin nicht unbedingt Dein Geschmack ist bzw. Deine Ansichten von einem schüchternen, netten Mädchen und die der Autorin eine gewisse Kluft aufweisen.

    Dass Bücher einfach nicht gemocht werden, damit habe ich kein Problem.
    Dadurch würden sie ja für mich nicht besser oder schlechter.

  26. Nochmals: Ich beurteile das Buch und nicht den Film, und auch nicht die Folgebände.
    Dass da eine Diskrepanz zwischen dem „gemeinten“ und dem von mir aufgefassten Bild von Bella da ist, kann schon sein, aber dann liegt das nicht an mir, sondern meiner Ansicht nach eher an der Unfähigkeit der Autorin, ein KLARES Bild von Bella zu vermitteln.

    Ich hasse es, als Argument anzuführen „die anderen machen das aber auch“, aber in diesem Falle IST es so, dass sehr viele Leser Bella als arrogant empfinden, und insofern denk ich mir hat Frau Meyer die Figur einfach nicht besonders geschickt augebaut.

  27. Nungut. Ich hab sie aber nie als arrogant empfunden und ich weiß auch, dass Meyer das nie beabsichtigt hat.
    Was heißt das jetzt?
    Dass die Autorin unfähig ist Figuren zu entwerfen oder dass ihre Art zu schreiben auf die Leser unterschiedlich wirkt?
    Dass der eine versteht, was sie meinte – der nächste aber ein anderes Bild von Schüchternheit hat.
    Ich tendiere zu zweiterem.

  28. Noch schnell meinen Senf. :)

    Ich hatte mir schon gedacht, dass du es nicht mögen wirst und bin eher überrascht, dass du dem Buch ein klein wenig was abgewinnen kannst :)

    Für Unfug halte ich es allerdings, dass du den vierten Teil ohne die anderen lesen willst. Da prophezeie ich dir, dass du nur deine Zeit verschwendest und du spätestens nach einem Drittel abbrechen wirst.

    LG
    Tara

  29. @ Lilly: Ich habe bestimmt kein anderes Bild von Schüchternheit als du, habe das Buch wohl einfach nur anders gelesen. Mir sind offenbar viele Dinge aufgefallen, die du anders wahrgenommen hast.

    Dass Bella als Schüchternes Dingelchen „gemeint“ war, glaub ich gerne, passt ganz gut ins Konzept. Sicher gibts auch Unterschiede beim Geschmack, und jeder findet auch nicht das gleiche Verhalten sympathsich. Natürlich gibts nicht nur „Richtig“ oder „Falsch“. Dass aber so viele Leser Bella vollkommen anders wahrnehmen als sie „gedacht“ war, ist für mich ein Zeichen dafür, dass Meyer als Schriftstellerin nicht besonders begabt ist. Wer eine Figur als scheu, lieb und zurückhaltend darstellen will, die dann von einer Vielzahl von Lesern (gegen entgegengesetzt!) als arrogant und oberflächlich wahrgenommen wird, der hat meiner Meinung nach kein sonderliches Talent zum Schreiben und irgendwas grundlegend falsch gemacht.

    @ Tara: Ich übeleg ja auch schon, 2+3 auch noch zu lesen, da es mir um die Geschichte irgendwie leid tut. Aber ich find den Schreibstil so grottenschlecht, dass ich darauf wohl lieber verzichte. Aber mal sehen.. vllt auf Deutsch (liest sich schneller).
    Ich kenne aber einige Leute, die die Bücher alle kennen, die ich jederzeit fragen kann, wenn was unklar ist.
    Probieren kann mans mal ;)

  30. Dass man Figuren anders wahrnimmt als andere, liegt doch nicht an der Fähigkeit der Schriftstellerin. Ich hab viele Bücher abgebrochen, weil ich die Hauptfiguren unerträglich fand ( zB. Hector aus Hectors Reise, den wollt ich pausenlos abschellen ), während andere an ihnen Seiten entdeckt haben, die mir für immer verborgen bleiben werden…. Unterschiedlich ist doch, wie man welche Verhaltensweisen wie wahrnimmt… Passiert doch im täglichen realen Leben auch immer wieder.

  31. @ umblättern: Deswegen hab ich extra betont, wenn die Wahrnehmung so EXTREM abweicht wie in diesem Falle und auch nicht nur in Einzelfällen. Schau dir die Kommentare zu diesem Beitrag an – ich bin nicht die einzige, die Bella unsympathisch findet. Sicher gibts einfach Autoren mit denen man nicht klarkommt, aber ich schätze, dass mind. 1 Drittel der Leser das Buch nicht mag und Bella nicht als nettes, schüchternes Mädel wahrnimmt. Und das liegt meiner Meinung nach am Stil der Autorin bzw an ihrer Unfähigkeit, Personen einigermaßen klar zu skizzieren.

  32. Aber wie kann das denn sein Maren, dass andere Bella richtig lieben? Für diese Leute (und ich schätze nicht, dass es nur 2/3 sind) ist die Person genau richtig skizziert.
    Wer weiß, wie Bella geworden wäre, wenn Stephenie Meyer das weggelassen hätte, was Du arrogant findest.
    Vielleicht wäre es dann nur 1/3, der damit zufrieden gestellt worden wäre.
    Allen kann man es nicht recht machen. Und ich kenne keine Autorin, die Figuren entwirft, welche ausnahmslos alle Menschen toll finden.

  33. Das kann deswegen sein, weil manche vllt einfach „anders“ lesen und entweder nicht merken, wie oberflächlich man Bellas Verhalten interpretieren kann (gleiches gilt auch für Edwars „I’m baaaaaad!!“-Gehabe) oder denen das schlicht egal ist, weils ja soooo romantisch alles ist.

    Wenn das „Arrogante“ weggelassen worden wäre – nun, dann würde Bella nicht stänig auf andere herabsehen, und ich hätte sie möglicherweise auch gemocht.

    Es gibt immer 2 Seiten, und natürlich kann man es nicht allen recht machen, aber bei diesem Buch gehen die Meinungen extrem auseinanders, und deswegen bin ich der Meinung, dass das ein Anhaltspunkt dafür ist, dass das Buch schlecht geschrieben ist. Sonst würde es nicht so stark polarisieren.
    Wenn meine Meinung ein Einzelfall wäre, würd ich denken, dass es wohl an mir liegt (so ähnlich gings mir mit Verblendung, ich hab das „Tolle“ einfach nicht kapiert an dem Buch). Aber in diesem Falle bin ich stark geneigt, an Frau Meyers schriftstellerischen Fähigkeiten immens zu zweifeln.

  34. Aber ich finde immernoch, das ist eine Sache von Perspektiven. Die einen finden es okay, wie sie handelt, die anderen nervt es. Aber das hat doch nichts mit schriftstellerischem Können zu tun, sondern mit der persönlichen Einschätzung von Verhalten und ob man eine bestimmte Art von Verhalten mag oder nicht. Zum Beispiel, dass Bella trotzdem für sich allein bleibt, obwohl Jessica so „nett“ zu ihr ist. ( Mir fehlt momentan leider der direkte Vergleich, weil ich wieder am Ende der Reihe angelangt bin und DA ist sie eben nicht nett. Ich muss wohl nochmal den ersten Band lesen und drauf achten ) Du findest das blöd, ich finde es okay, aber was hat Frau Meyer damit zu tun?
    Und ich schätze, bei anderen Büchern gehen die Meinungen auch so auseinander ( Du kennst doch den wunderbaren „Bücher, die ich nie lesen werden“ Thread im Büchertreff (; Da gabs doch auch schon genug Diskussionen drum ), da fällt es nur nicht so auf, weil sie nicht bis zum Geht nicht mehr durchgekaut werden. Bücher, die dermaßen erfolgreich sind, werden pausenlos kommentiert, gelobt und zerrissen und jeder kann es lesen… Vor allem, wenn sie so aktuell sind wie Twilight momentan.

  35. Gerade weil die Diskrepanz zwischen Nett/Lieb und Arrogant/Unsozial so enorm ist, ist es mMn eben nicht nur eine Sache der Interpretation oder Sichtweise.
    Es geht ja gar nicht mal ums Mögen oder hat was mit Sympathie zu tun, sondern es geht darum, wie das Verhalten beschrieben wird. Und da hat Meyer große Lücken, finde ich.

    Vllt hat man das in der dt. Übersetzung ja weggelassen oder abgeschwächt, aber ich war so genervt von Bellas ständigem Seufzen und Jammern und Augenrollen. Mir kam sie nicht schüchtern vor, sondern eigenbrödlerisch und herablassend. Alles vollkommen unter ihrem Niveau, was soll sie sich mit solchen Leuten überhaupt abgeben… *seufz stöhn*
    Meyer beschreibt auch eher selten, was Bella fühlt (und wenn, dann gehts nur um ihre Verknalltheit), sondern mehr was sie sieht, tut etc. Insofern konnte ich da keine Schüchternheit feststellen und bin immernoch der Meinung, dass sowas AUCH am Schreibstil liegt und nicht (nur) an der Art und Weise, wie der Leser das interpretiert.

  36. Falls es Dich beruhigt, ich kann Dir nur zustimmen. Ich habe Bella auch als arrogante, selbstgerechte Schnalle empfunden, die auf andere herabsieht, sie für „unter ihrer Würde“ befindet und denkt sie wäre was besseres. *augenroll*
    Für meine Begriffe, verhält sich jemand der einfach nur schüchtern ist, und dem es schwer fällt mit neuen, fremden Leuten Kontakte zu knüpfen, komplett anders.
    Aber, wie schon gesagt, wir sind einfach nur zu dumm und begriffsstutzig um zu VERSTEHEN wie es WIRKLICH gemeint ist. Der Fehler liegt einzig und allein bei uns und unserer Unfähigkeit, die große Romantik und Schönheit dieses Werkes zu verstehen. – Abweichende Meinungen von der Norm sind schlicht und einfach nicht gestattet und bezeugen nur unsere Blödheit. Es tut mir echt leid, dass ich Dir das jetzt so unverblümt sagen muss. ;)

  37. Carolin, es kann doch jeder denken, was er möchte … aber wenn Stephenie Bella als schüchtern darstellen will und die meisten sie eben auch als schüchtern wahrnehmen, dann gehe ich davon aus, dass dieser Personenteil eine Einheit bildet, zudem die Kritiker nicht gehören. Entweder, weil sie die Absichten der Autorin nicht verstanden haben oder ein anderes Verhältnis zu bestimmten Aktionen/Verhaltensweisen haben.
    Mehr habe ich nicht verstanden.

    Etwas nicht zu mögen ist vollkommen legitim.
    Es wirkt nur leicht lächerlich das schriftstellerische Können anzuprangern – sowas lese ich immer ungern, selbst wenn ich das Buch selbst nicht mag.
    Man kann sagen, dass einem etwas nicht gefällt, klar, aber Talent anzuprangern ohne es besser zu machen … ohne es überhaupt zu versuchen, darüber muss ich schmunzeln.

    Ich denke die riesen Fangemeinde und die Verfilmung gibt der Autorin recht.
    Das persönliche Empfinden einzelner Personen ist davon recht unabhängig.

  38. @ Carolin: Ich „verstehe“ schon, wie es „gemeint“ ist (du sicher auch). Es leuchtete ja ein, dass Bella eher so als liebes, unschuldiges und bescheidenes Mädel „gedacht“ war (sonst würden ja auch nicht alle Jungs auf sie Stehen), aber ich findes halt einfach grottenschlechtschlecht umgesetzt, da sie NULL schüchtern wirkt.

    @ Lilly: Ich muss meinerseits schmunzeln, wenn das Argument fällt: „Machs doch erstmal besser.“ Das finde ICH nämlich hochgradig lächerlich, weils zeigt, dass man a) wenig kritikfähig ist und b) keine Argumente mehr hat. Wieso muss ich etwas besser machen können, um die Fehler anderer erkennen zu können? Man „darf“ ein Buch ja offenbar auch gut finden, wenn man selbst keine Ahnung vom Schreiben hat – warum sollte das umgekehrt nicht auch erlaubt sein? All die 14jährigen Kleinmädchenfans von Meyer, von denen ich in Fanforen schon gelesen habe, dass die Autorin ja soooo hammertalentiert sei – die können doch sicher auch nicht alle selbst schreiben, smit kann deren meinung ja auch nicht sondelrich fundiert sein.

    Konstruktive Kritik ist doch manchmal nicht das Schlechteste. Beispiel aus „meinem“ Bereich: Ich selbst kann keine Studioportraits machen mit künstlicher Beleuchtung, da mir das nicht liegt und ich andere Schwerpunkte habe. Ich erkenne aber trotzdem sehr wohl, wenn diese Portraits schlecht (oder gut) sind. Ein befreundeter Fotograf fragt mich daher öfter, was ich an diesem oder jenem Foto besser oder anders machen würde, weil er meine Kritik schätzt – obwohl er weiß, dass ich selber sowas nicht mache. Man kann auch ein Auge für Dinge haben, die man selbst praktisch nicht umnsetzen kann.

    Man muss einfach offen sein für Kritik und Meinungen anderer, ohne sich vorher zu vergewissen, dass sie es „besser können“. Sonst stellt man sich slebst über alles andere und ist überhaupt nicht mehr kritikfähig. Vergleiche hinken immer,das ist klar. Aber in solchen Fällen führe ich gerne das Beispiel mit dem Arzt und dem Patienten an. Wenn ein Arzt eine OP verpfuscht, kann der auch nicht zum Patienten sagen „Machen Sies doch erstmal besser.“ ;)

    Und warum sollte ausgerechnet die Fangemeinde für Meyers Begabung sprechen? Ich bin absolut sicher, dass etwa genauso viele Leute das Buch NICHT mögen (die fallen nur nicht so auf) – und die können ja auch recht haben.

    Alles nicht so wirklich überzeugende Argumente.

  39. Du sagst selbst so schön: „Etwas nicht zu mögen ist vollkommen legitim.“
    Aber dies öffentlich kundzutun ist nicht erlaubt. – Von mir aus kann ‚Twilight‘ und Stephenie Meyer so viele Fans haben, wie sie will, das heißt nicht automatisch das sie gut ist. Sie hat nur den Momentanen Nerv von unzähligen Fangirls getroffen. Was auch nicht schlecht ist – muss einem ja auch erstmal gelingen. – Aber dennoch bin ich ganz persönlich der Meinung, dass sie keine besonders herausragende Schriftstellerin ist. Bestenfalls Durchschnitt. Mit dieser Meinung steh ich auch alles andere als alleine da. – Und weil Du hinkende Vergleiche ja selbst anwendest: ‚Feuchtgebiete‘ steht an der Spitze der Bestsellerlisten, verkauft sich wie geschnitten Brot, und wird von hunderttausenden wohl als gutes oder immerhin lesenswertes Buch dargestellt. Ich bin da komplett gegenteiliger Meinung, aber ich maße mir nicht an, den Leuten, denen es, aus welchen Gründen auch immer, gefallen hat ihr Urteilsvermögen abzusprechen. Jeder hat einen anderen Geschmack. – Aber gerade Twilight-Fans können es wohl auf den Tod nicht ausstehen, wenn man ihr Heiligtum kritisiert.
    Im Grunde finde ich diese Diskussion ehrlich gesagt lächerlich! Nur weil man selbst ein Buch (oder was auch immer) liebt, kann man anderen nicht absprechen eine andere Meinung zu haben, oder aber diese als „falsch“ darstellen.

  40. Meine eigentliche Kritik an „Twilight“ bzw. der gesamten Serie ist, wie eindimensional die Beziehung zwischen Bella und Edward verläuft. Bella orientiert ihre gesamte persönliche Entwicklung an Edward – ein Leben ohne ihn, mit Freundinnen, Bekannten, Parties, anderen Hobbies findet praktisch nicht statt.
    Wobei ich hier auch einen Fehler in der Charakterentwicklung durch Meyer sehe, mal ein Beispiel: Dargestellt wird Bella in „Twilight“ als sehr belesen – Genau genommen liest sie in der gesamten Reihe genau eines und zwar „Wuthering Heights“ von Emily Bronte und, wenn man kulant sein will, noch „Romeo und Julia“ von Shakespeare.

    Die Eigenständigkeit ihrer Persönlichkeit ist für mich selten gegeben; selten höre ich von der Figur ein „Ich“ statt einem „Wir“. Ihre Mutter hat diesen Umstand in „Eclipse“ kritisiert, zumindest angesprochen mit den Worten:

    „The way you move – you orient yourself around him without even thinking about it. When
    he moves, even a little bit, you adjust your position at the same time. Like magnets . . . or
    gravity. You’re like a . . . satellite, or something. I’ve never seen anything like it.“ (S.50)

    Zudem – Sie erklärt zwar in Band 3 gegenüber Jacob, was sie an Edward liebt („I love him . Not because he’s beautiful or because he’s rich! […] I’d much rather he weren’t either one. It would even out the gap between us just a little bit – because he’d still be the most loving and unselfish and brilliant and decent person I’ve ever
    met. Of course I love him.“ (S.78)
    ), allerdings ist es kein schriftstellerisch guter Schachzug, so sie denn wirklich seine Schönheit als nicht ausschlaggebend betrachtet, sie in „Twilight“ seine Schönheit anpreisen zu lassen. Selten hat sie seine charakterlichen Schönheiten, mehr denn seine oberflächlichen beleuchtet. Das mag zwar auch ein Kriterium sein, aber man bekommt beinahe das Gefühl, es wäre sein einziges. Zudem finde ich, auch sprachlich betrachtet, ihre Vergleiche für Edwards äußerliche Schönheit (in „Twilight“) äußerst… plump.

    Mal ein paar Beispiele:
    “ There was no way this godlike creature could be
    meant for me.“ (S.121)

    „The beautiful one, the godlike one…“ (S.169)

    „… looking more like a Greek god than anyone had a right to.“ (S.98)

    „I couldn’t tell if it represented Greek mythology, or if the characters floating in the clouds above were meant to be biblical.“ (S. 160)

    In dem Fall kann ich deine Bewertung sehr gut nachvollziehen.
    Das Problem, meiner Ansicht nach, ist, dass beide Figuren viel zu wenig selbstständig sind, viel zu wenig erleben und unternehmen, um sich weiterzuentwickeln. Beide haben keine wirklich herausragenden Qualitäten, ständig bleiben sie auf dem gleichen Level. Ein Punkt, der sich in den Folgebänden nur noch steigert, was mein eigentliches Problem mit den Büchern ist.

    Stilistisch finde ich die Bücher nicht sonderlich anspruchsvoll – aber das ist Geschmackssache.

    In diesem Sinne: ich danke für die Rezension, sie hat mich gut unterhalten und mich angesprochen, obwohl auch ich den Romanen Positives abgewinnen kann ;=)

  41. „Aber gerade Twilight-Fans können es wohl auf den Tod nicht ausstehen, wenn man ihr Heiligtum kritisiert.“

    Ich finde es schade, dass du so verallgemeinerst, Carolin. Ich hoffe, ich wirke hier nicht wie der kreischende Groupie, der hinter allem steht, was Frau Meyer tut und der keinerlei Kritik an den Büchern hat, geschweige denn zulässt. Es gibt SEHR WOHL Fans, die damit leben können, dass andere das Buch nicht mögen, und ganz ehrlich muss ich auch zugeben, dass ich, als ich Band 1 auf Deutsch gelesen habe (Maren: ich habe die Bände dann auf englisch gelesen (; ), oft genug zu meiner besten Freundin gesagt habe: Mir gehts dieses Edward ist so toll Blabla total auf den Keks. Nichtsdestotrotz habe ich Band 2 gelesen und mochte ihn und den Rest auch und nichtsdestotrotz ist zum Beispiel die amerikanische Fangemeinde Ü20 ( von drunter will ich nicht reden, die jagen selbst mir Angst ein ) eine sehr angenehme… Keine axtschwingenden Mädchen, die dir ewige Rache schwören, wenn du nicht begeistert bist.
    Was ich sagen wollte: zumindest ich habe nicht vor, bei Maren vorbeizufahren und ihre brennende Papiertüten vor die Tür zu legen und kann vieles von dem, was sie schreibt, auch nachvollziehen, OBWOHl ich ein Fan bin. Kann aber auch sein, dass du schlicht und einfach meine Beiträge ignorierst. ^^

    Bella liest übrigens auch alle Bücher von Jane Austen, wenn man genau sein will.

  42. @ Sternenwanderer: Wow, danke für diese wirklich fundierte Meinung und deine präzise beschriebenen Ansichten!

    Diese ausschließliche Orientierung Bellas an Edward ist mir auch aufgefallen, aber das hab ich unter Teenagerverleibtheit verbucht. Ich kenne ja nur den 1. Band, da ist alles noch so frisch zwischen den beiden, insofern kann ich da noch keine Entwicklung beurteilen. Aber es stimmt schon, viel passiert auch im 1. Band nicht in dieser Hinsicht. Die beiden sind ständig zusammen, wobei das Ganze eigentlich nur in gegenseitigen Liebesschwüren gipfelt, ein wirklicher geistiger Austausch findet nicht statt.

    Aber was du so schreibst, regt mich jetzt dazu an, vllt DOCH die gesamte Rreihe zu lesen, um zu schauen, wie sich das alles entwickelt.

    @ Umblättern: Das beruhigt mich ungemein! ;D
    Ich glaube übrigens nicht, dass Carolin ALLE Fans in einen Top werfen wollte, sondernlediglich sagen wollte, dass gerade DIESE Fans bei Kritik häufig etwas extrem reagieren und gerne Argumente auffahren, die keine sind.

    Im 1. Teil hat Bella, wenn ich mich recht erinnere ein einziges Buch gelesen, bzw zumindest angefagen. Dann aber abgebrochen, weil die Hauptperson Edward heißt ^^

  43. Hat aber alle ausgepackt, und ihre Bücher sehen aus wie Kraut und Rüben, also gehe ich davon aus, dass sie sie gelesen hat ^^ Aber ich glaub, sie sagt auch sowas wie: Die hab ich alle schon so oft gelesen. Ich muss ECHT nochmal Band 1 lesen… wenn ich Zeit hätte… ^^

    ( Die Harry Potter Fangemeinde ist übrigens weitaus aggressiver als die von Twilight. Die sind echt furchteinflössend… Als würden sie dich jeden Moment mit Büchern steinigen wollen oder so in der Art. Vorrangig Band 5, das ist der schwerste, wenn ich mich nicht täusche. )

  44. zum lesen hat sie sicher gar keine zeit, vor lauter verliebtheit und schwärmerei. ;p

    ich will wirklich nicht alle fans über einen kamm scheren. aber leider bleiben einem die „unangenehmen“ viel besser im gedächtnis als die „normalen“.
    eine meiner liebsten freundinnen steht total auf twilight, und wir kommen super miteinander klar, und können uns auch drüber unterhalten. sie weiß das ich die bücher grottenschlecht finde, ich kann verstehen, dass sie die bücher mag. sie sind halt nur nicht mein fall, aber ich hab nichts dagegen, wenn sie anderen gefallen. nichts liegt mir ferner. – ich kann es nur nicht leiden, wenn man versucht mich zu bevormunden, und meine persönlichen eindrücke und die meinung, die ich mir über das buch gebildet habe, als „falsch“ darstellen möchte.
    ICH finde, bella ist eine arrogante schnalle, die strunzblöd und unfähig ist, zwei schritte zu gehen, ohne der länge nach hinzuschlagen. – andere sehen das eben als liebenswerte schusseligkeit.
    fans legen bestimmte verhaltensweisen, die sie an den tag legt als schüchternheit aus – okay. ;)
    aber dann zu sagen das MEINE sicht der dinge schlicht und ergreifend falsch ist, und ich es nur nicht verstanden habe, ist ja wohl keine vernünftige diskussionsgrundlage. ;)
    oh, und meine schwester findet die bücher auch nicht so grottenschlecht wie ich – wobei sie als SEHR belesene buchhändlerin auch der meinung ist, das sie recht schlicht sind (um es mal nett auszudrücken!). trotzdem taugen sie (für sie) sicher als nette unterhaltung. aber 95% der fans die mir über den weg gelaufen sind, nehmen die bücher viel zu ernst und sehen sie oft als schriftstellerisch sehr hochwertig an. und obwohl ich sicher auch das ein oder andere seichte „frauenromanchen“ (um es mal mit maren zu sagen) lese, bin ich mit total bewusst das diese bücher nicht anderes als leichte unterhaltung sind, und nicht anrecht auf den nächsten literaturnobelpreis haben. bei dem gros der twilight-fans bin ich mir da nicht so sicher – um es mal überspitzt auszudrücken. ;)

  45. Pingback: Talentfreie Autoren? | Lilly Berry

  46. Können wir gerne machen, ich war sowieso nie dafür, die Diskussion derart ausufern zu lassen.

    Also ich verbessere mich: So verhalten sich DIE Fans, die Twilight so unglaublich wichtig nehmen und für ein bahnbrechendes Werk von literarischer Qualität halten :)

  47. nachdem ich in dem blog-eintrag von dir, lilly, persönlich erwähnung finde, hätte ich gern auch was dazu gesagt. ist mir aber nicht gestattet. schade eigentlich.

  48. Hast du deine richtige Email-Adresse benutzt? Und nicht allzu viele Links gepostet?
    Ich benutze ein neues Plugin, weil ich es vor lauter Spam nicht mehr ausgehalten habe. (jeden Tag etwa 300 Kommentare)
    Dass es aber auch die normalen User betrifft wusste ich nicht.
    Tur mir leid.
    (dahinter steckt keine Absicht)

  49. hab ich dir auch gar nicht unterstellt. ;) so bösartig bin ich nicht.
    ich hab gar keine links gepostet, und ich hab auch nur eine richtige mail adresse und null falsche.

  50. Ich glaube, das war einfach ein kurzzeitiger WordPress-Aussetzer. Ich konnte meinen Kommentar vorhin auch nicht absenden, 5 Min später gings wieder.

    Die Tücken der Technik ;)

  51. also für mich funktioniert es nicht, ich werde weiterhin des spams verdächtigt, und finde es fast ein bißchen schade, dass ich meine senf jetzt nicht dazu geben kann.

  52. Pingback: 031. Twilight « BB - Buchteufelchens Blog

  53. Habe mir mal den Link von Sternenwanderer angeschaut.
    Vielleicht habe ich es als Einzige ganz gelesen oder ich bin die Einzige, die ein generelles Interesse an Vampiren hat, aber wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, ist es nicht bei Meyer neu, dass Vampire im Tageslicht herumlaufen.

    Bram Stoker lässt in seinem Buch Dracula bei Tageslicht herumlaufen, das mit der Lichtscheuheit kam doch erst in den 1920ern bei Nosferatu auf (und war eigentlich auch nur eine Allegorie auf die Nazis und allgemein das Böse, das vor dem Licht der Aufklärung zurückschreckt).

    Habe das Buch von Meyer nicht gelesen, weder auf Englisch noch auf Deutsch, wollte erst den Film sehen, aber wie ist das „glitzern“ bei Sonnenlicht denn in englischer Sprache umgesetzt?
    Hört sich schon ein bißchen seltsam an, aber vielleicht ist es ja auch ungeschickt übersetzt. (ich könnte mich auch ewig über dumme Übersetzungsfehler von Brandhorst aufregen)

    Wie lautet denn das Originalverb von dem ominösen Glitzern?

  54. Mehrmals wird „sparkle“ erwähnt, aber das wird auch an einer Stelle sehr blumig und ausführlich beschrieben, nicht nur mit einem Wort.
    Ich kopiere mal die Stelle hier rein:

    „Edward in the sunlight was shocking. (…) His skin, white despite the faint flush from yesterday’s hunting trip, literally sparkled, like thousands of tiny diamonds were embedded in the surface (..) A perfect statue, carved in some unknown stone, smooth like marble, glittering like crystal.“

    Da ich die englische Ausgabe gelesen habe, weiß ich nichtmal, ob in der Deutschen wirklich „Glitzern“ steht, das war meine eigene Übersetzung ;) Aber ob man „sparkle“ nun mit Glitzern oder Funkeln oder Glänzen übersetzt, finde ich wurscht, denn die oben zitierte Beschreibung ist schon ziemlich eindeutig – und ein bisschen fragwürdig für meinen Geschmack.

    PS: Mag sein, dass hier ein Missverständnis vorliegt, aber der Vollständigkeit halber: Übersetzt wurde das Buch nicht von A. Brandhorst, sondern von Karsten Kredel.

  55. also, zuerst einmal zu Bellas Überheblichkeit: Mir ist es nicht so vorgekommen, als wäre Bella überheblich, sie ist einfach nicht so ein Mädchen, dem es nur darum geht, dass sie mit dem coolsten Jungen der Schule zusammen ist, einen vollen Kleiderschrank hat und mega-beliebt ist… im Gegensatz zu Jessica, sie wird in den folgenden Bänden als richtig falsche Schlange beschrieben. Bellas Interessen sind eher auf Bücher usw. gerichtet und sie kommt mit den Leuten in ihrer Schule nicht sehr gut klar, allerdings ist ihr Angela doch sympathisch.
    Ich kann mich in einigen Dingen gut mit ihr identifizieren, aber manchmal kommt mir Bella ein bisschen langweilig vor, sie hat zum Beispiel eine geringe Anzahl an Hobbys..

    Edward finde ich einfach nur toll, seine ganze Person. Das ritterliche „ich sorge mich um dich“ oder „ich bin gefärlich!!“ ging mir aber langsam auch auf den Geist.

    Die liebe zwischen den beiden Personen fasziniert mich, das ist wenigstens nicht so eine “ das mädchen da drüben ist süß.. heey wie gehts? lust auf nen eisbecher?.. lust auf knutschen?.. nach einem Tag: lust auf vögeln??“, sondern geht sehr tief.

    Einer der Charaktere der mich aufregt, ist Jacob. Das einzige was der Tut ist sein „Strahle-Lächeln“ zu zeigen und er muss im 2. Band natütlich immer mit Bella abhängen *schimpf*

    Ich finde, das das Buch gut geschrieben ist und es fesselt mich immer wieder.. Aber ich glaube, dass wirklich eher Teenager damit angesprochen werden, ich bin jetzt 16 und ihr seit denke ich alle älter steht also anders zu dem Buch als ich.

  56. Liebe Maren,

    das mit Brandhorst war off-Thread, er ist der Übersetzer von Terry Pratchett. Ich liebe Terry Pratchett, aber ich finde oft schon im deutschen Buch Übersetzungen, hinter denen ich die englischen Ausdrücke sehe – und bei denen ich direkt weiß, dass man sie ganz anders hätte übersetzen müssen. Seit ich meine Sammlung auf Englisch kaufe, kriege ich regelrechte Wutanfälle beim Lesen. Er ist mein Paradebeispiel für schlechte Übersetzungen ;-)

    Ich habe das Buch „Twilight“ nach dem Lesen dieses Blogs gekauft, weil ich sehen wollte ob mich dieselben Dinge stören. Ihr habt also genau 19,90 € zu dem Verkaufserfolg des Buches beigetragen ;-) (da ich krank und ans Bett gefesselt war, habe ich mir auch das 2. Buch im Taschenbuch bringen lassen).

    Ich fand es nicht so schlecht, habe ja wie gesagt direkt das 2. Buch gelesen, aber es war eben auch nicht wahnsinnig gut. Irgendwie fesselnd, aber eines von den Büchern, die in 5 Jahren vielleicht in der Flohmarkkiste landen. (ich suche krampfhaft nach einem Äquivalent für „Popcorn-Kino“).

    Was mir gefallen hat, waren die Beschreibung von der Kraft und dem Geruchssinn der Vampire; z.B. als Bella zum ersten Mal bei Edward zuhause ist und Alice als nicht wahrnehmbarer Schemen die Treppe runterflitzt, direkt vor bella stehen bleibt und sagt „Wow, du riechst wirklich gut, ist mir noch nie aufgefallen!“ und ihre ‚Mutter‘ steht entsetzt daneben… Das fand ich irgendwie süß.
    Generell die Grundidee „Wir sind Vampire und tarnen uns als Menschen“, was hier ja so konsequent durchgezogen wird wie nie zuvor. Das dient aber eigentlich nur als Aufhänger dass Edward zur Schule geht und sie sich begegnen können, also verliert die Idee direkt wieder weil sie nur als Nebenprodukt abfällt und keine derartige Intention hatte… Da fand ich den von Lily verlinkten Artikel „1. Kapitel aus Edwards Sicht“ viel besser, weil da dieses Wissen und die Lebenserfahrung, die sich als Teenager tarnt um als Vampir nicht aufzufallen, besser rauskommt. Außerdem kommt das gewalttätige Wesen der Vampire besser zum Ausdruck, dass sich in dem Buch ja meist in Worten und Erklärungen ausdrückt (worüber ihr ja auch ein bißchen gelästert habt). Wenn das Buch halb/halb geschrieben wäre – halb Bella und halb Edward, oder zumindest einen Teil Edward – oder vielleicht auch mal ein bißchen aus der Sicht von Rosemarie – da hätte das Buch auf jeden Fall gewonnen und wäre etwas besonderes geworden. Aber da können die ganzen „15-45 jährigen Mädchen“ (Zitat meines Buchhändlers) nicht so schön bei träumen. Schade, das Buch hätte dadurch gewonnen.

    Aber zurück zu den Sachen die mir gefielen.
    Als Edward zum ersten Mal bei Bella schläft und morgens sagt: „Zeit für Frühstück.“ Sie greift sich entsetzt an die Kehle, und als er erschrickt, grinst sie breit „Von wegen ich kann nicht schauspielern.“ „Ich präzisiere: Frühstück für Menschen.“ Das fand ich auch eine schöne Stelle, diese Neckereien untereinander.
    Mir hat auch gefallen, als was sich diese Vorwortstelle herausgestellt hat, man hat ja erst gedacht bei den Worten „Eigentlich gibt es keinen besseren Tod als für einen geliebten Menschen zu sterben“ dass Edward gemeint ist; dass sie aber um ihre Mutter zu schützen sich mit diesem James trifft obwohl sie weiß, dass er sie umbringen will, ist ein Charakterzug der mir sehr an Bella gefallen hat. Denn sich mit voller Absicht in die Hände eines Feindes zu begeben erfordert viel mehr Mut als in einer gefährlichen Situation, in die man reinrutscht, zu reagieren. Diese Tapferkeit und der Mut macht für mich das Besondere an ihrem Charakter aus. Leider gibt es nur 1 einzige weitere Stelle, ansonsten ist es unter „Ich falle gleich hin“ verschüttet….
    An einer Stelle weiter vorne ist sie mit Jessica und Angela in der Stadt, läuft alleine rum und merkt, dass sie von 3 Männern umzingelt ist. Anstatt wegzurennen überlegt sie was sie über Selbstverteidigung weiß, wägt ab welche Techniken sie am besten anwenden kann und wo sie die Männer am besten verletzen könnte. Edwards Überraschung, als er das von ihr erfährt, war zu stark dargestellt. Der Gegensatz zwischen dem was er erwartet und dem wie sie handeln wollte ist zu krass, hier zeigen sich Meyers schriftstellerische Mängel. (Und warum IST er überhaupt so überrascht? Du bist ein Vampir verdammt, freu Dich doch dass deine Freundin sich wehren kann und auch eine gewisse Stärke besitzt, bei anderen Vampiren kannst Du immer noch den Retter spielen!!!)
    Irgendwie übertreibt Frau Meyer diese Tollpatschigkeit generell – was ihr ja auch schon gesagt habt, ich stimme da mit euch überein. Bella ist ja durchaus mutig, clever und wehrhaft, sie darf es nur leider nicht oft zeigen.

    Was mich weiterhin gestört hat, war Edwards Anmaßung und Bellas „Unterwerfung“, z.B. dass sie nie Auto fahren darf. Ich würde meinem Freund eine runter hauen, Vampir oder nicht Vampir (und mir wahrscheinlich die Hand brechen wenns ein Vampir ist, aber hier gehts ums Prinzip). Und sie rutscht auch immer brav auf die Beifahrerseite. Da möchte ich sie schütteln und schreien „Das ist DEIN Auto, du blöde Nuss! Also fahr es doch selbst!“ Sie hat es ja offensichtlich ohne Edward geschafft Auto zu fahren ohne sich umzubringen. Diese Selbstverständlichkeit mit der er den Ton angibt und sie sich unterordnet ist mir vollkommen fremd und passt nicht so ganz zu der Bella, die an anderen Stellen durchblitzt.

    Im Nachfolgeband wird das noch krasser ausgedrückt, da Edward da weg ist und sie sich mit Jacob anfreundet, der sich natürlich in sie verliebt. Ich müsste Roman-Heldin werden, dann habe ich weniger Probleme mit Männern, wenn sich jeder in mich verliebt finde ich schon einen passenden Mann, irgendwo wird ein anständiger schon dabei sein.
    Oder auch nicht.
    Der Unterschied ist, dass Jacob praktisch alles tut was sie will, und bei ihr und Edward ist es umgekehrt. Man kann das auch ein bißchen subtiler und weniger konsequent machen, dann kommt die Message auch an! Und wesentlich mehr Leute werden das Buch mögen.

    Was ich auch sehr bemerkenswert finde, ist die Fan-Reaktion, wie dort die Bücher ankommen. Diese Wahrnehmung hattet ihr ja weiter oben schonmal diskutiert.
    Ich habe einen Artikel im Spiegel gelesen weil ich den Film sehen wollte, (ich mag wie gesagt Vampire), der von 2 Abiturientinnen geschrieben wurde. Die haben sich beschwert, dass die beiden sich im Film „anzicken“ und Edward so triebgesteuert rüberkommt und es gar nicht wie im Buch wäre.
    Nachdem ich das Buch gelesen habe, frage ich mich, warum die sich beschweren, oder ob sie dasselbe Buch gelesen haben wie ich. Denn das steht alles so im Buch! Sie streiten da wirklich öfters (weil Edward ihr einreden will, sie hätte seine übernatürlichen Fähigkeiten nicht bemerken können, denn sie hätte sich seine Schnelligkeit o.Ä. eingebildet, sie reagiert wütend weil er sie behandelt wie eine Schwachsinnige – die Überzeugungskraft der Vampire hilft bei ihr halt nicht, und sie weiß ja genau was sie gesehen hat – sie streiten sich mehrfach). Und Edward muss häufig seinen Blutdurst unterdrücken – hallo Abiturientin, hast Du gemerkt dass Du ein Vampirbuch liest? Vampire trinken Blut! Außer sie kämpfen gegen diesen Blutdurst an!

    Diese Mädchen blenden alles aus was nicht in ihre kleine romantische Wahrnehmung passt, ich weiß nicht wie die ein Buch lesen, wahrscheinlich haben sie sich die „schönen“ Stellen gemerkt und alles was nicht dazu passt, wird überlesen, wenn man das Buch 5 x so liest kann man schon ausblenden dass da ein Vampir ist, der eben auch unterdrücken muss, dass er ihr Blut trinken will.
    Sie lesen nur rein „Vampir – unsterblich – ewige Liebe“, und auch wenn das die Schiene ist, die die Bücher verfolgen, man muss der Autorin schon zugute halten, dass doch ein bißchen mehr drin steht.

    Das ist ja das generelle Problem mit Vampiren, sie stehen immer nur für irgendetwas anderes: bei Bram Stoker für Viktorianer, bei Friedrich von Murnau für die Nazis, später als Sinnbild von Wollust oder personifizierte Brutalität, oder eben der ewig liebevolle, sanfte, unsterbliche Geliebte…
    Nur Vampire dürfen sie nie sein.

  57. Ich habe übrigens, angeregt von Lillys Wertung dass der 2. Band am schlechtesten ist, mir überlegt den 3. und 4. Band auch zu lesen. In einer Buchhandlung habe ich ein bißchen quergelesen und dort scheint sie sich wirklich etwas zu lösen von diesem Teenager-Gesülze, ich habe den Eindruck da geht es auch mehr um die Eigenschaften der Vampire, also möchte ich das gerne lesen. Ich werde es mir aber nur in der Bib ausleihen, da ich es nicht im Hardcover kaufen will. So gut finde ich es nicht.

    Mal gucken ob die weiterglitzern oder vampirhaftere Eigenschaften kriegen.
    (Im Deutschen heißt es übriegns wirklich „glitzern“).

    • Man muss natürlich auch bedenken, auch welchem Blickwinkel Lilly die Bücher liest. So ganz objektiv und unvoreingenommen sie, mit Verlaub, wohl nicht ;)
      Ich habe vielmehr schon häufiger gelesen, dass band 3&4 eher noch schlimmerer Teeniekitsch sein sollen. Die stehen ja beide noch bei mir zu Haus, aber ich verdaue noch an Band 2, bevor ich mich wieder nach Forks traue…
      Mich würde aber interessieren, wie du den Rest der Serie findest! :)

      Zu deinem anderen Beitrag: Ich muss sagen, dass ich nie Vampirbücher gelesen habe, weil sie mich nie interessiert haben (und bis heute nicht interessieren). Twilight war bei mir reine Neugierde und Lust am Verreißen. Aber bei DER Vampirschwemme auf dem Buchmarkt derzeit staune ich manchmal nicht schlecht. Da ist ja wirklich für jeden Geschmack was dabei: Frauenromanchen, Liebesromane, Nackenbeißer, Teenieromane, Gruselstories, historische Vampire. Das ist ja nun doch vllt ein BISSCHEN übertrieben, so vielseitig können Vampire ja kaumsei;)

  58. Toll geschrieben, ich habe mich beim Lesen fast zerkugelt vor lachen :) Vielleicht sollte ich das Buch doch mal lesen – es scheint lustig zu sein ;)

    • Wie du sicher weißt, an diesen Werken scheiden sich die Geister… Allerdings „lohnt“ das Lesen schon in gewisser Hinsicht, es ist ein bisschen so wie beim Duschngelcamp- oder Topfmodels-Gucken ;)

      Ich wollte eigentlich erst nur eins lesen, dann das erste und das vierte, dann doch ALLE. Aber nach dem 2. ist mir eindeutig die Puste ausgegangen, ich pack das einfach nicht…

  59. Danke für diese Rezension!!! Ich bin im Urlaub über diesen Schmachtfetzen gestolpert und habe dann konsequent bis zum letzten Band ausgelesen. Wenn ich auch nach dem ersten Band nicht wusste, was noch passieren soll, nachdem ja, wie Du auch schreibst, das gegenseitige Anhimmeln gar nicht mehr steigerbar war und die Luft dann so richtig raus war. Aber es ging noch schlimmer!!! Noch dramatischer, noch unglaubwürdiger, noch peinlicher. Unterm Strich muss ich das Fazit ziehen, dass es sich bei diesen „Werken“ um die, wie ich annehme, unerfüllten sexuellen Phantasien einer christlichen Hausfrau handelt. Diese waren für mich aufgrund der überdeutlich gezeichneten Rollenverteilung von Mann und Frau kaum auszuhalten. Bella ist die ganze Zeit das zerbrechliche kleine Mädchen und braucht dann später sogar zwei überweltlich schöne Männer, die ihr immer wieder das Leben retten. Dass sie dann nach dem ersten Sex mit Edward mit blauen Flecken und Prellungen übersät ist, weil er ja soooo übermenschlich stark ist, aber sie ja eigentlich nicht verletzen will, finde ich mehr als befremdlich. Genauso wie die Tatsache, dass sie ja plötzlich merkt, dass es ihr gefällt, als Jacob sie mit Gewalt festhält und küsst. Pah! Bin ich die einzige, die das seltsam fand???

  60. Auch beim x-ten lesen dieser grandiosen Rezension hab ich mich vor Lachen gebogen.
    Das ist alles so wahr und trotzdem bin ich diesem Schmarrn nach wie vor völlig verfallen…

    • Haha, du bist ja süß! :D
      Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit Twilight inzwischen echt abgeschlossen habe. Teil 3+4 wollte ich eiiiigentlich aus Jux irgendwann nochmal lesen, aber mirfehlte schlicht der Naver dazu, da ich teil 2 schon sehr langweilig fand.

      Ich finds OK, dass dus magst ;) – ich hätte das Buch ja selber eigentlich gerne gemocht. Im Grunde hab ich gar nix gegen seichte und kitschige Unterhaltung, ich guck ja auch total gerne Traumschiff und Schwarzwaldklinik. Aber mit mir und Bella hats einfach nicht sein sollen ;)

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