Dem Tode nah

War gut, aber der Vorgänger war deutlich besser ;)

Die Lösung des Falles war sehr geschickt konstruiert, wobei ich sie ab einem gewissen Punkt schon sehr vorhersehbar fand. Insgesamt hätte das Buch von mir aus gerne um ein paar Seiten gekürzt werden dürfen, für meinen Geschmack waren einige Themen ein bisschen arg breitgeteten.

Charaktere sind wie schon im Vorgänger „Ohne ein Wort“ sehr gekonnt und liebevoll gezeichnet. Plastisch, authentisch und sympathisch/unsympathisch an den richtigen Stellen. Gut gefallen hat mir der Perspektivwechsel am Anfang. Der Einstieg in die Handlung ist auch ziemlich furios und spannungsgeladen. Die Wende, die in diesem mysteriösen Fall bald eintritt („ach, da sind wohl die Falschen ungebracht worden), ist zwar geschickt inszeniert, jedoch ist am Schluss nicht alles ganz schlüssig, was mich doch sehr gstört hat. Es schien manchmal, als hätte der Autor vergessen, was er am Anfang eigentlich geschrireben hatte.

Die klassische falsche Fährte war zwar inhaltlich sehr spannend, jedoch wird in meinen Augen etwas zu sehr darauf herumgekaut, es war mir iegentlich von Anfang an klar, dass hier wohl nicht die Lösung des Falles zu finden sien würde.

Insgesamt ein gutes Buch und solider Thriller, jedoch habe ich diesen Überraschungseffekt aus „Ohne ein Wort“ sehr vermisst.

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