Die schrulligen Habsburger

Und wieder mal ein Buch auf halber Höhe abgebrochen… Dabei hatte ich es heute vormittag erst angefangen und war so gespannt! Ich habe ja schon viele (Sammel-)Biographien gelesen, aber diese ist mit Abstand die miserabelste, die mir jemals untergekommen ist.

Sowas kommt wohl dabei raus, wenn Pharmazeuten, die auf Journalist umgeschult haben, eine Biographie schreiben wollen. Das ganze Buch ist nichts weiter als ein Sammelsurium aus Anekdoten, die wohl aus anderen Biographien und Geschichtsbüchern abgeschrieben wurden. Die Quellen sind absolut mau, vom Umfang her etwa der Sekundärliteratur eines durchschnittlichen Oberstufenreferats entsprechend. Die Erzählweise unspektakulär und platt. Nichtmal Stammtafeln sind enthalten – für mich ein MUSS für jede (gute) Biographie.

Bei der Thematik habe ich zwar weiß Gott keine hochwissenschaftliche Abhandlung erwartet, aber doch zumindest etwas mehr als lediglich eine Aneinanderreihung von Fakten, die man eigentlich in jedem Geschichtsbuch nachlesen könnte. Wenn man sich schon ein bisschen mit den Habsburgern auseinandergesetzt hat, erfährt man absolut nichts Neues, aber auch für Einsteiger halte ich dieses Buch für ungeeignet – es ist einfach zu langweilig, zu oberflächlich und zu zusammenhangslos.

Also mal ehrlich, so eine „Biographie“ kann ich auch schreiben! Das Lesen kann man sich getrost sparen.
Pffft… Voll die Verarschung, um hier auch mal Klartext zu reden ;)