Pferde stehlen

Ich muss leider sagen: Dieses Buch hat mich so derart gelangweilt, dass ich vorhin in der Bahn lieber den Beipackzettel meiner Kontaktlinsenlösung gelesen habe.

Gekauft habe ich es wegen des tollen Covers, weils ein ME war (das ich aber sowieso gekauft hätte) und weil das mit dem „wohlgehüteten Lebensgeheimnis“ so spannend klang. Das Lebensgeheimnis enthüllt sich recht unspektakulär in Rückblicken etwa nach de Hälfte des Buches und war für mich zumindest sehr vorhersehbar.

Irgendwie bin ich nicht wirklich warm geworden mit dem Buch, dem Erzähler und seinem Leben. Ich habs dann ab etwa 2/3 nur noch überflogen und schlussendlich abgebrochen. Wahrscheinlich fehlt mir einfach der Intellekt dazu, aber ich mag keine Bücher, in denen nichts passiert, sondern nur gelabert erzählt wird. Es muss keine Superspannung sein, aber mir gibt es einfach nichts, seitenweise Referate über die Gedaken- und Gefühlswelt des Erzählers oder Protagonisten zu lesen, ohne dass die Handlung dadurch auch nur im Mindesten vorangetrieben wird (sofern überhaupt eine vorhanden ist). Leider falle ich immer wieder drauf rein. Zwar allmählich seltener, da ich einen Riecher für solche Bücher entwickelt habe, aber doch ab und zu noch.

Als Ausschlusskriterium sollte ich noch TV-Journalistinnen aufnehmen, die das Buch superdoll finden und dies auch in den Klappentext schreiben.

PS: Über Tannöd schreib ich auch nochmal was, aber da muss ich mich erst nochmal ein Weilchen sammeln und in mich gehen :)

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4 Kommentare zu “Pferde stehlen

  1. Christine Westermann vom WDR, die ich eigentlich sehr mag. Sie schreibt: „Eine wunderschön erzählte Geschichte über die Liebe und das Glück, das Jungsein und das Alter, die Natur und die Einsamkeit.“

    DAS häte ich vor dem Kauf lesen sollen, nicht nur den allgemeinen Verlags-Klappentext.

    • Sofern ich es dann nochmal lesen würde. Aber da ich ei Buch, das mir 1x nicht gefallen hat, kein zwietes Mal lese… ;-)

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