Die zehn besten Tage meines Lebens

Da ich diese Rezension bereits bei Amazon verfasst habe und langsam doch auf den Geschmack komme, kann ich sie ebensogut auch hier noch einstellen.

Kurz vorweg: Ich habe das Buch von einer Freundin als Geschenk bekommen, die mir mit etwas von meiner Amazonliste eine Freude machen wollte. Es war also durchaus mein eigener Wunsch, dieses Buch zu lesen. Und auch wenn ich mir wirklich nicht viel davon erwartet habe, so hat es mich letzten Endes enttäuscht.

Die Story an sich ist schnell erzählt: Alexandra wird mitsamt ihrem Beagle „Peaches“ von einem Auto überfahren und stirbt. Sie kommt natürlich in den Siebten Himmel und dort ist es mit einem Wort PERFEKT. Alles ist so, wie man es immer haben wollte. Man bekommt sein Traumhaus, trifft verstorbene Angehörige wieder, im Fernsehen laufen nur Lieblingssendungen, man muss nicht kochen, weil das Essen stets „schon fertig“ ist. Essen kann man so viel man möchte, OHNE zuzunehmen, man hat nie Übergewicht oder Pickel und siehst allzeit hinreißend aus. Von den vielen Klamotten und Handtaschen ganz zu schweigen, die man sich einfach mitnehmen kann ohne dafür zu bezahlen.
Hach aber auch!!

Damit dies alles so bleibt, muss Alex jedoch als Prüfung einen Aufsatz schrieben über „Die zehn besten Tage ihres Lebens“. Anhand dieses Aufsatzes wollen die Schutzengel im Himmel beurteilen, ob Alex was aus ihrem Leben gemacht und deshalb des Siebten Himmels würdig ist. Wenn nicht – ab in den 3. oder 4. Himmel, wo es nicht mehr ganz so toll ist. Alex schreibt also den gewünschten Aufsatz und im Zuge dessen erfahren wir als Leser allerhand mehr oder weniger uninteressante Dinge über das Leben der Alexandra Dorenfield, von der Kindheit über die Pubertät bis zu ihrem Tode.

… und das wars auch schon :)
Das Buch endet mehr oder weniger mit der Abgabe dieses Aufsatzes. Es gsibt noch einen netten kleinen Epilog, und jeder kann sich denken, wie die Story ausgeht.

Für mich war das Buch zwar amüsant zu lesen, ich hatte es an einem Nachmittag durch. Allerdings reicht mir diese absolut dünne Ansammlung „Guter Tage“ absolut nicht aus, um das Buch als gut zu bezeichnen. Ich gebe 3 von 5 Sternen – das ist Durchschnitt, da es mich nun auch nicht total gelangweilt hat (was aber anders hätte sein können, wenn ich es nicht als Schmöker auf dem Balkon in der prallen Sonne gelesen hätte…)
Es ist ein nettes Buch für Zwischendurch mit einigen lustigen Stellen un durchgehend flottem Schreibstil, allerdings ohne jeden Tiefgang, obwohl sich die Autorin sichtlich um selbigen bemüht. Das Buch bleibt jedoch oberflächlich und zu „gewollt“.

PS: Habe das Buch direkt nach dem Lesen bei Booklooker eingestellt – ein paar Stunden später war es schon wieder verkauft ;)

9 thoughts on “Die zehn besten Tage meines Lebens

  1. das buch haben wir auch hier rumfliegen. eigentlich wollte ich es noch lesen, besonders, weil ich es so tröstend finde, dass der hund auf alle fälle im siebten himmel bleibt, egal was mit alexandra passiert.

  2. Aaachso ;)
    Na aber ehrlich gesagt hat mich das nicht besonders über diese Seichtheit und Einfältigkeit der Story hinweggetröstet. Zumal ja wohl sowieso klar sein dürfte, ob Alex im Himmel bleiben darf oder nicht… ^^

  3. vorhersehbar sind ja leider die meisten bücher. – mittlerweile hab ich selbst bei krimis und thrillern den ein oder anderen treffer was den täter betrifft. –
    z.b. die schnäppchenjägerin bräuchte man, streng genommen, gar nicht mehr zu lesen, weil alle bücher dem gleichen schema entsprechen. die iq-lose becky reitet sich bis zum hals in die scheiße, aber am ende gelobt sie doch wieder besserung, und alle sind glücklich wie die honigkuchenpferdchen. … für zwei wochen, oder so, bis becky die kreditkarte wieder glühen lässt. ;)

  4. Ach, ich muss sagen, die Becky Bloomwood hab ich sehr sehr gern :) Natürlich sind die Bücher auch alle nach Schema F gschrieben, aber ich hab dennoch alle 5 Bände gelesen. Ich fand die auch gar nicht soo hirnlos, sondern unter dieser Fassade sogar sehr warmherzig. Aber kann man so oder so sehen.

    Solche Frauenromanchen sind ja eh alle mehr oder weniger gleich, aber dieser hier war eben einer der schlechten, was zT auch daran lag, dass von allem ein bisschen dabei sein sollte, so mein Eindruck. Da kommt dann eben nur Murks bei raus. Abgesehen davon fand ichs einfach zu oberflächlich, obwohl vemrutlich genau das Gegenteil bezweckt war mit diesen zehn besten Tagen. Um zu zeigen, was im Leben wirklich zählt usw. Ich weiß nicht, aber irgendwie ist das für meinen Geschmack einfach nicht gelungen…

    Bei Krimis ist das mit der Vorhersagbarkeit wieder was anderes. Man WILL doch mitraten, mitfiebern usw. Man will wissen, wie es ausgeht und vor allem: Ob man recht hatte! ;) Aber stimmt schon, es gibt auch Autoren, die weisen immer so auffällig unafällig auf den Täter hin, das grenzt dann schon an Verarschung.

  5. eigentlich mag ich die schnäppchenjägerin ja auch. bei aller blödheit hat becky am ende des tages doch einen guten kern. mich nervt halt nur, dass sie wirklich NIE aus ihren fehlern lernt. mit der zeit hat sich das irgendwann abgenudelt. ;)

    was krimis betrifft rätsle ich natürlich gern mit, aber eigentlich möchte ich am ende doch mit einem kniff überrascht werden, der mal was neues ist, und immer „der gärtner/koch/beste freund war es“. ein bißchen außergewöhnliche geschichten, und nicht so 08/15. klar sind die möglichkeiten begrenzt, aber wenn die auflösung allzu offensichtlich ist, finde ich auch das mitraten etwas fad. ;)

  6. Ach, bei Krimis gehts mir nicht darum, überrascht zu werden, sondern darum, dass ich recht habe ;D
    Aber klar, so 08/15 muss es nicht sein.

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