Montagsfrage: Brichst du deinen Büchern den Rücken?

montagsfrage JA! Immer. Mit Vorliebe.

Ich fand es schon immer affig befremdlich, wenn Leute in Gebrauchtbuchbörsen ihre Bücher beschreiben mit “vorsichtig gelesen”. Ich will doch nicht vorsichtig sein beim Lesen?! Ich gehöre zu den Leuten, die ihre Bücher überall mit hin nehmen. Ins Bett, in die Badewanne, in die Handtasche, an den Strand. (Ich nehme sogar meinen Kindle in die Badewanne, ganz ohne Plastiktüte drum herum ;-)) Und da möchte ich dann lesen und nicht vorsichtig sein. Es beeinträchtigt meine Lesebequemlichkeit massiv, wenn ich ein Buch nur so weit aufschlagen kann, wie es gerade so nötig ist. Nur ja kein Stäubchen ins Buch lassen und kein Krätzerchen in die Buchdeckel – nix für mich! (Die Steigerungsform von “vorsichtig lesen” ist wohl die Methode, für Unterwegsbücher generell eine Plastiktüte mit sich zu führen, in der das Buch dann nach dem Lesen verstaut wird.)

Einige Bücher knicke ich dann, wenn es eben passiert, quasi “aus Versehen”. Es stört mich nicht. Einige sind aber auch so fest gebunden, dass es schon gar keinen Spaß macht, sie in der Hand zu halten. Diese knicke ich dann schon zu Beginn des Lesens und mache oft auch alle paar Seiten einen neuen Knick rein.

Ich kann die Absicht nachvollziehen, sorgsam mit seinem Besitz umzugehen, aber Bücher waren für mich seit jeher Gebrauchsgegenstände und keine Heiligtümer, die bloß keinen äußerlichen Schaden erleiden dürfen. Ich besitze Bücher mit mehrfach gebrochenem Buchrücken, mit Eselsohren in den Seiten, mit Wasser- und Sonnencremeflecken und Kekskrümeln zwischen den Seiten. So what? Es ist ein Buch, einfach gebundenes Papier, nichts was durch einen Knick oder Fleck sonderlich beeinträchtigt würde.

Ich habe meine Bücher gelesen, und so sehen sie auch aus, das ist doch in Ordnung.

Montagsfrage: Blätterst du beim Lesen zum Ende vor?

montagsfrage NEIN!!!

Nienienemals. Wirklich, ich halte das für eine Todsünde beim Lesen. Früher hab ich das öfter mal gemacht und mich dann so gut wie immer geärgert, denn meistens hab ich schon aus einem Satz etwas erfahren, dass ich eigentlich doch nicht hätte wissen wollen. Beispielsweise ob eine Romanfigur am Schluss des Buches noch lebt. Irgendwann habe ich mir das also mal abgewöhnt, und es fiel mir nicht leicht, denn es war immer so ein bisschen nervenkitzelig, die letzte Seite zu lesen, um zu sehen, ob ich dies schaffe, ohne mir durch bestimmte Informationen die Spannung zu verderben.

Heute sehe ich auch wirklich keinen Sinn mehr darin, beim Lesen vorzublättern. Ich möchte doch lesen, weil mich der Verlauf einer Geschichte interessiert, nicht nur der Anfang und der Schluss, habe insofern auch kein Interesse mehr daran, “vorzuspringen”.

Montagsfrage: Welches Buch hast du am Wochenende gelesen?

montagsfrage Am Wochenende mach ich in der Regel Dinge, zu denen ich unter der Woche nicht komme. Lesen gehört eher weniger dazu, daher lese ich niemals pro Wochenende ein ganzes Buch oder sogar mehrere.

Gelesen hab ich trotzdem ein bisschen, und zwar habe ich Hendrikje, vorrübergehend erschossen beendet und Tschick begonnen. Ersteres fand ich solala. Erhofft hatte ich mir ein witziges Buch, fand es aber unterm Strich eigentlich nur albern. Deswegen habich für das relativ dünne Büchlein auch ziemlich lange gebraucht, weil ich nie lange am Stück lesen konnte. Und bei Tschick weiß ich noch nicht genau, wie ich das finde. Ich habe den Eindruck als gehöre ich nicht so ganz zu der Zielgruppe dieses Buches. Ich komme mir beim Lesen die ganze Zeit so vor als würde ich einem 12jährigen zuhören. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Montagsfrage: Was hältst du von Leserunden?

montagsfrage Liest du lieber für dich oder teilst du deine Eindrücke während des Lesens gerne mit anderen? Hast du schon mal an einer Leserunde teilgenommen? In welchem Rahmen? Hat’s Spaß gemacht? Was hältst du von Leserunden?

Überhaupt nichts halte ich davon.
Schon in der Schule konnte ich es nicht leiden, ein bestimmtes Buch innerhalb einer bestimmten Zeit gelesen haben zu müssen und dann darüber zu sprechen (ist natürlich ne super Voraussetzung für einen Deutsch Leistungskurs, ja.)

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Montagsfrage: Welche Reihen möchtest du 2013 noch lesen?

montagsfrageLiest du viele Buchreihen und Trilogien oder lieber Einzelbände? Welche Reihen möchtest du im diesem Jahr noch beginnen, weiterlesen oder beenden?

Ich bin eigentlich kein Serienleser. WENN ich mal eine Serie lese, dann oft eher zufällig, dh weil die Bücher stark empfohlen werden oder aus Versehen, dh ich lese ein Buch und erfahre dann, dass es ein Serienauftakt ist. Da lese ich, sofern mir der erste Band gefallen hat, auch die weiteren Bände. Aber eigentlich finde ich es ganz angenehm, wenn mir eine Geschichte erzählt wird, die dann auch fertig ist und ich eine neue lesen und mich mit ihr auseinander setzen kann. Und irgendwie denke ich auch immer (das ist bestimmt falsch und ein bitterböses Vorurteil), der Autor kann sich nicht kurz fassen, wenn er 1, 2, 3 ganz viele Bücher füllen muss um zu erzählen, was er zu sagen hat.

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