Monatsliste November 2013

Gelesen

Wiebke Lorenz – Allerliebste Schwester  rating3
Kein Meisterwerk, aber als seichter Unterhaltungskrimi zum Ebenmalweschnellweglesen ganz akzeptabel. Irgendwie “typisch deutscher Krimi”, ein wenig hölzern und gezwungen geschrieben. Inhaltlich recht interessant, leider total vorhersehbare Auflösung, die Autorin hat sich nicht einmal bemüht, das Ende irgendwie spannend zu gestalten. Interessiert hat mich eher das Zusammenspiel der Charaktere auf psychologischer Ebene.

Sasha Grey – Die Juliette Society  - Abgebrochen
Die Story klang ja recht vielversprechend, vielleicht auch vor allem deswegen, weil mich das Setting ein wenig an den grandiosen Kubrick Film Eyes Wide Shut erinnerte. Ich fand sie auch überraschend gut geschrieben. Aber was will man letztlich von der Handlung erwarten, wenn eine Pornodarstellerin einen Roman schreibt? Ein ganzes Kapitel über Körperflüssigkeiten, was man damit machen kann und vor allem: Wie toll das ist… thanks but, no thanks!

Hera Lind – Das Superweib  rating3
Ein Re-read, mir war nach was Seicht-Warmherzigen. Ich habe früher, also gannnnnz ganz ganzganz früher, sehr gerne Hera Lind gelesen. Das Superweib war allerdings noch nie eins meiner Lieblingsbücher von ihr, und ich muss sagen, dass ich die Schreibe auch nicht mehr so toll finde wie vor 20 Jahren noch ;-) Hat mich dennoch prima unterhalten, auch wenn ich das Holzhammeremanzengelaber teilweise ein wenig lächerlich fand.

Stephen King – Doctor Sleep - Abgebrochen
Habe das Buch nach ca. 140 Seiten schweren Herzens abgebrochen.
Für mich als an sich begeisterte Kingleserin eine Enttäuschung! Ich weiß ja, dass der Meister gerne sehr weitschweifig erzählt, aber diesmal konnte mich die Geschichte so gar nicht packen, und auch die Charaktere haben mich nicht für sich gewinnen können. Der Plot kam mir eh so krampfhaft auf Danny Torrance zugeschnitten vor, und ich möchte auch einfach mal was anderes lesen von King als immer nur Stories über trockene Alkoholiker, die gegen das namenlose Böse kämpfen.
Schade!

Simone van der Vlugt – Was sie nicht weiß  rating4
Vorhersehbar. Platt. Langweilig. Stümperhaft geschrieben.
Gähn…

Gillian Flynn – Gone Girl  rating4
Eine tolle Idee und auch eine interessante Umsetzung. Ob mir das Ende gefällt, weiß ich noch nicht, es war jedenfalls anders als erwartet. Definitiv nicht gefallen haben mir die vielen Längen, dafür gibts auch den einen Stern Abzug.
Ansonsten klasse Buch!

Monatsliste Oktober 2013

Gelesen

Helen Fielding – Mad about the Boy  rating2
Grauenhaft! War ja eigentlich klar, dass das nur ein Griff ins Klo werden konnte. Muss man nicht gelesen haben, lieber die ” echte” Bridget noch mal lesen (Band 1 ist eh der einzig Wahre…)

Karen Thompson Walker – Ein Jahr voller Wunder  rating2
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Übesicht hab ich schon wieder vergessen, worum es in dem Buch genau ging. Glaube aber, ich fand es ganz okay… ;-)

Anna Wimschneider – Herbstmilch  rating2
Ein Re-Read. Mag diese Geschichte immer wieder gerne.

Frau Freitag – Echt easy, Frau Freitag!   rating2
Kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen. Wenn man die ersten beiden Teile schon kennt, muss man diesen hier nicht lesen. Frau Freitag und ihre Schüler sind zwar gewohnt chillig-charmant. Was mich sehr geärgert hat, war jedoch, dass einige Episoden teilweise Wort für Wort aus den Vorgängerbänden übernommen wurden! Finde ich fast schon frech, ich kaufe doch kein Buch, um dann eine Wiederholung des vorherigen zu bekommen…

Tamar Cohen – The War of the Wives   rating4
Großartige Idee, aber einfach zu langatmig. Schade, denn auch die Umsetzung, dh die verschiedenen Perspektiven haben mir anfangs gut gefallen. Allerdings hätte man das Buch um locker 50 Seiten straffen können. So verliert sich die Aussage leider ein wenig in zu viel Blabla. Auch der Epilog war mir deutlich zu rührselig für das eigentlich recht beklemmende Buch.

Außerdem

Und dann war ich dieses Jahr das erste  Mal übrhaupt auf der Buchmesse in Frankfurt. Fand ich leider auch nur mäßig  toll, ich hatte es mir irgendwie anders/besser vorgestellt – für mich war irgendwie einfach nicht wirklich was dabei.

Monatsliste September 2013

Gelesen

Anne Hansen – Fräulein Jensen wird zur Traumfrau   rating2
Fräulein Jensen und die Liebe fand ich seinerzeit total toll. Umso toller fand ich, dass ein Nachfolger angekündigt war, weniger toll, dass dessen Erscheinungsdatum über Monate hinweg immer weiter verschoben wurde. Und als er dann da war, fand ich das ganze Buch auch nicht mehr toll. Fazit: Muss man nicht gelesen haben, ist schon nach dem 3. Kapitel eher mäßig spannend, und das plappernde Teeniegeschwätz einer 30jährigen kann einem auch ganz schön auf den Keks gehen.

Ingrid Noll – Der Hahn ist tot   rating5 ++
DAS Lieblingsbuch.
Mehr muss man dazu nicht sagen. Lese ich immer dann, wenn ich gerne was lesen würde, aber kein Buch mich so richtig packen und begeistern kann. Der Hahn ist tot kann es IMMER, seit fast 20 Jahren.

Neuanschaffungen

Frau Freitag – Echt easy, Frau Freitag!
Anne Hansen – Fräulein Jensen wird zur Traumfrau
Eva Baronsky – Herr Mozart wacht auf

Monatsliste August 2013

Gelesen

Keigo Higashino – Gefährliche Geliebte  rating1
Saublödes Buch irgendwie. Schreiben alle Japaner so schnarchig? Schon mit Murakami neulich hats ja nicht geklappt. Verdächtige Geliebte fand ich einfach nur unglaublich lahm, voller Wiederholungen und ohne lebendige Charaktere. Weiß nicht mal was ich dazu sagen soll, mir hat irgendwie gar nichts gefallen an dem Buch, ich fand die Mördering (die von Anfang an feststeht) unfassbar weinerlich, von ihrer Tochter mal ganz zu schweigen. Den Mathelehrer, der in sie verknallt ist und ihr deswegen hilft, den Mord zu vertuschen (und sich dabei unfassbar schlau vorkommt!), konnte ich auch nicht leiden mit seiner Besserwisserei.
Selbst das als von einigen als wahnsinnig innovativ empfundene Ende fand ich dann nur noch zum Gähnen.

Eric Berg  - Das Nebelhaus rating3
Hat mich nicht vom Hocker gerissen. Der Autor schafft es nicht, aus den selbst geschaffenen Rahmenbedingungen die richtige Atmosphäre zu schaffen. Hölzerne Dialoge und Figuren und eine absolut hanebüchene Auflösung, die jedweder Logik entbehrt.
Dass der Autor zu jenen gehört, die es für notwendig halten, zu berichten, welches Muster die Tapete hat und in welcher Menge die Figuren sich was genau aufs Brot schmieren, hat es nicht unbedingt besser gemacht. Sehr schade, denn im Kern haben wir hier einen guten Plot, der mich streckenweise auch gefesselt hat!

Eugen Ruge – Cabo de Gata  rating3
Muss man nicht gelesen haben. Keine Ahnung, warum dieses Büchlein so gehypt wird derzeit. Vermutlich weil alle denken, es sei melancholisch und poetisch wunderbar. Das dachte ich anfangs auch, aber leider wurde aus der wildromantischen Geschichte eines Aussteigers auf der Suche nach Sinn und Romanstoff bald eine furchtbar langweilige Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten. Mir war der namenlose Antiheld dieses Romans auch einfach zu unsympatisch in seiner unbeholfenen (manchmal beinahe kindlichen) und irgendwie anbiedernden Art.
Außerdem waren die gefühlten 1093x “Ich erinnere mich” auf 200 Seiten einfach too much…

Neuanschaffungen

Weiß nicht mehr so genau. Vermutlich das, was ich auch gelesen habe.