Moleskine Book Journal

Wie schon mal erwähnt, liebe ich Notizbücher über alles. Zwar nutze ich auch mein iPhone mit diversen Apps, um dort Dinge von unterwegs aus mal eben schnell zu notieren und zu merken, aber gerade in Zeiten von Smartphone, Facebook und Co finde ich es schön und wichtig, auch mal handschriftlich etwas festzuhalten. Notizbücher sind einfach bleibender, dauerhafter. Man kann sie anfassen und immer wieder anschauen, sie sind lebendiger als jede App.

Bookjournal-1
Derzeit nutze ich 4 dieser Bücher regelmäßig (bis auf 1 Ausnahme alles Moleskines): Einen Kalender (neudeutsch heißt das jetzt wohl “Planner”?), ein Feld-Wald-Wiesen-Notizbuch, in dem ich alles mögliche notiere von Listen über Zitaten bis zu Skizzen zu wirklich allem. Ein Fotonotizbuch, in dem ich sowohl Ideen und Inspirationen vermerke als auch Pläne für Fotoshootings, Termine für Ausstellungen und Wettbewerbe und dergleichen.

Sowie als viertes ein Book Journal. Und genau das möchte ich hier vorstellen.

Weiterlesen

“Klassiker”

Hachachach!

Ich muss sagen: Einen solchen Schmachtfetzen hab ich meines Wissens noch nie gelesen (oder wenn doch, dann hab ichs verdrängt). Aber erstens hatte ich mal Bock, was “über Australien” zu lesen, zweitens hat das Buch nur 6 Euro gekostet, und 3. war ich schon vor dem Lesen mit der Materie bestens vertraut, da meine Mutter soch seit über 20 Jahren jede Dornenvögelwiederholung im Fernsehen anschaut. Ich selbst habe den Film noch nie gesehen. Erst durfte ich nicht, dann wollte ich nicht bzw. hatte einfach immer Besseres zu tun.
Nun, offen gestanden: Das Buch ist irgendwie ziemlich schlecht. Den Schreibstil hatte ich mir schlimmer vorgestellt, das war also okay. Aber die Personen… mei! Meggie Cleary die fleischgewordene Naivität, die dann später zur toughen Übermutter aufblüht, sich jeglicher Konsequenz mit einem Priester einlässt und dann doch immerzu mit dem Schicksal hadert. Pater Ralph hingegen ein Waschlappen sonderngleichen und unglaubwürdig noch dazu.

Aber dennoch, ich muss es zugeben: Das Buch hat mir gefallen! Mir hat die Beschreibung des Farmlebens in Australien gefallen, die Beschreibung der Australischen Landschaften, und was ich ganz besonders mochte, das ist dieses “Familiensaga-Element”. Die Geschichte fängt an, als die Hauptperson ein Kind ist und hört auf als sie schon fast ne Oma ist. Ich glaube, es ist ganz schön schwierig, eine Geschichte als EINE Geschichte über einen so langen Zeitraum hinweg halbwegs konsistent zu erzählen und die ganzen kleinen Geschichten drumherum und nebebei auch noch so unterzubringen, dass sie ein gewisses Gewicht erhalten, aber nicht von der Hauptstory ablenken.

Das hat mir alles so gut gefallen, dass ich heute in die Buchhandlung meiner Wahl marschiert bin und das erste Mal in meinem Leben eine Buchhändlerin um Rat gefragt habe. Ich mach das sonst nie, weil ich immer weiß, was ich will oder es einfach slebst herausfinden will. Die Dame kannte sich leider weder mit Australien, noch mit Sagas aus, schleppte mir dann aber doch erstaunlich treffsicher allerhand Australienromane an. Ich hätt ja am liebsten die Hälfte davon mitgenommen, habe es dann aber bei einem gelassen, da ich jetzt noch nicht sagen kann, ob ich nach 2 Australienromanen schon einen Knall bekomme und das Ganze satt habe. Patricia Shaws Südland dufte schließlich mit, und das fange ich voraussichtlich nächste Woche an. Habe vor 2 Tagen ein Buch geschenkt bekommen, das sich wohl eben so herunterlesen lässt, und dem werde ich wohl den Vorzug geben.

Aber was ich noch sagen wollte: Empfehlt mir Australienfamiliensagas!!
Notfalls auch außerhalb Australiens, aber gerne mit “historischem” Hintergrund. Kolonialzeit, Auswandern und so. Hauptsache kein Mittelalter und keine Hebammen :)
Und bitte nix von Nora Roberts oder Judy Lennox und Konsorten…