Mission Impossible
So sehr ich Amazon auch schätze wegen der Auswahl und der Recherchemöglichkeiten, so sehr nervt mich zunehmend auch deren Datenbank und die Art und Weise, wie diese (nicht) gepflegt wird. Zum einen stört mich das fast völlige Fehlen von Fehlertoleranz der Suchmaske gewaltig. Oft vertippe ich mich bei der Eingabe, manchmal weiß ich auch einfach nur nicht genau, wie die Autor oder der Buchtitel genau lauteten. Weicht man nur marginal vom “korrekten” Suchbegriff ab, meldet Amazon lapidar: “Ihre Suche ergab leider keine Produkttreffer.” Nicht nur dass die damit die Möglichkeit verschenken, etwas zu verkaufen – es ist für den potenziellen Kundenauch einfach unglaublich ärgerlich.
Noch ärgerlicher sind falsch einsortiere Medien. Schon mehrmals habe ich fehlerhafte Cover gemeldet über den extra hierfür vorgesehenen Button. Manchmal sind aber nicht nur die Cover falsch, sondern sogar die Buchtitel, was das Auffinden dieses Buches eher dem Zufall überlässt.
So ging es mir kürzlich mit dem Buch Die Stadt, die das Atmen vergaß. Nachdem ich es bei den Neuercheinungen in der Buchhandlung gesehen hatte, wollte ich mich erstmal ein wenig in gewohnter Weise informieren und einige Rezensionen lesen.
Den Titel hatte ich mir dummerweise nicht mehr genau gemerkt. Fehlertoleranz der Amazonsuche: Siehe oben. Treffer null.
Fehlertoleranz und Treffsicherheit von Google: Hervorragend. Schnell hatte ich Titel und Autor gefunden und gelangte über Google zu Amazon. Dort gabs das Buch allerdings nur im Hardcover, ich hatte aber definitiv ein Taschenbuch in der Hand gehabt. Also Klick auf den Autorennamen, um mir weitere Werke auflisten zu lassen. Erkenntnis: Das Buch konnte deswegen nicht über die Titelsuche gefunden werden, weil die TB-Ausgabe unter dem Titel “Atem” katalogisiert ist. Auf dem nebenstehend abgebildeten Cover ist deutlich “Die Stadt, die das Atmen vergaß” zu lesen. Ob da ein Praktikant einfach Schwierigkeiten hatte, den Titel korrekt abzutippen oder was da sonst als Grund in betracht käme, ich weiß es nicht. Ich habe jedenfalls wieder einmal auf “Produktinformationen aktualisieren” geklickt und in dem Formular den korrekten Titel eingegeben. Dies muss dann von Amazon bearbeitet werden – und wurde soeben abgelehnt mit der Begründung: “Es wurde keine Änderung vorgenommen. Wir konnten den Hinweis nicht verifizieren.” Ende vom Lied: Das Buch ist weiterhin falsch katalogisiert und quasi nicht (oder nur schwer) auffindbar.
Absurderweise steht am Schluss der Mail auch noch darunter: “Die Genauigkeit der Produktinformationen ist uns sehr wichtig. Wir bedanken uns deshalb herzlich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns Ihre Aktualisierungen zuzusenden.”
Tja, was soll man dazu noch sagen…?















Ich hab den Fehler jetzt auch mal gemeldet. Mal sehen, wenn es genug Leute tun, vielleicht merken sie dann, das was nicht stimmt.
Aber du hast natürlich recht, so eine Schlamperei ist unnötig und geschäftsschädigend (es sei denn, sie erhoffen sich dadurch, dass genug Kunden das teurere Hardcover kaufen).
Das mit der schlechten Suchmaske ist mir auch schon des öfteren negativ aufgefallen. Es sollte doch möglich sein, dass auch bei einem Buchstabendreher oder einem vergessen Buchstaben irgendwas zu finden ist. Geht doch bei den meisten Suchmaschinen auch.
Wikipedia ist übrigens teilweise genauso schlecht, was das angeht. Da darf auch nichts falsch sein, sonst findet es nichts. Und wenn man die Großschreibung weglässt, kommt man auch nicht zum richtigen Artikel, sondern erst zu einer Trefferliste – selbst, wenn man, abgesehen von der Groß- und Kleinschreibung, den exakten Titel eingetippt hat!
Das mit der Suche ist unmöglich. Die sollten sich mal ein Beispiel an Google oder ebay nehmen, die dann Alternativvorschläge anbieten (”meinten sie vielleicht xy?”). Gerade wenn man was verkaufen will, sollte man sich sowas eigentlich nicht erlauben. Manchmal weiß ich nur noch Stichworte aus dem Titel (Stadt & atmen), aber bei Amazon kannste das vergessen.
Ich hab mir angewöhnt, ALLES erstmal zu googeln. Der erste Suchtreffer ist oft schon Wikipedia ;) Aber die verkaufen auch nix, da find ich das weniger ärgerlich/unverständlich.
Super dass du den Fehler auch gemeldet hast! Berichte mir mal, wie es ausgeht.
Ich mein, was gibts da zu verifizieren?? Auf dem Cover das direkt auf der Seite drauf ist, steht doch der Titel drauf! Wenn das nicht Beweis genug ist, dann weiß ichs auch nicht. Normalerweise reagieren sie darauf und ändern das dann. Also denke nicht dass sie einfach das teure HC verkaufen wollen (zumal das in diesem Falle wohl gar nicht mehr erhältlich ist)
PS: Gibt man “Atem” in die Suche ein, wird das Buch übrigens dennoch nicht gefunden. Oder wenn, dann nur ganz weit hinten, keine Ahnung – nach 5 Seiten hatte ich keine Lust mehr…
Vorhin kam die Antwort:
Aktivität: Ihr Hinweis wurde bearbeitet. Die Änderung wird innerhalb der nächsten zwei bis drei Werktage auf unserer Website zu sehen sein.
Keine Ahnung, wieso es plötzlich doch geht. Vielleicht bringt es ja tatsächlich was, wenn mehrere was sagen? Wie hast du das ganze begründet? Ich hab einfach irgendwo ins Formular die Adresse vom Coverbild reinkopiert.
Ich hab das gar nicht begründet, weil ich davon ausgegangen bin, dass die von selber mal auf das Cover gucken, was immerhin auf der Seite drauf ist…
Das ist wirklcih ein Ding – schönen Dank! ;)