Cover-Unfälle, Teil 2
2008 Juni 6
Der Hammer, oder?
Gesichtslose Körper und besonders Frauenhände sind absolut in im angesagten Histogenre, da kann man inzwischen wohl nicht mehr viel mit verkehrt machen.
Sehr löblich auch, dass sich die Verlage bereits untereinander abgesprochen zu haben scheinen und nicht nur die Covermotive bei vielen historischen Romanen, sondern auch die Typografie weitestgehend angegelichen haben.
So bemerkt der anspruchslose geneigte Leser den Übergang gar nicht und kann mehr oder weniger blind ins Historyregal der Buchhalndlung greifen.




































Danke für den schönen Vergleich ;)
Gut die Hälfte steht tatsächlich in meinem Regal :)
Gern geschehn, mir war sowieso grad langweilig ;)
ich hab die coverstudie grad mal meiner schwester gezeigt, und sie erzählt mir nun, das sie in der buchhandlung mal ein fenster unter der rubrik: frauenberufe hatten. da waren dann die goldschmiedin, die pelzhändlerin, die brillenmacherin usw. zu finden. – über die wanderhure gab es wohl eine diskussion, aber sie durfte auch ins fenster. ;)
Allerdings ist Hure (Hurin, kchichi) ja unter den genannten noch am ehesten ein “Frauenberuf”. Goldschmied, Brillenmacher oder Pelzhändler würde ich jetzt nicht als typischen Frauenberuf bezeichnen.
Sie werden allerdings von den Historischerromanautoren dazu gemacht.
In der Geschichte waren das vielleicht die Frauen von Goldschmieden etc.
Was ja nicht erklärt, warum die alle das gleiche langweilige Cover haben.
Andererseits gab es wieder viele begabte Musikerinnen und Komponistinnen zu Mozarts Zeit, die auch große Werke schrieben, die aber alle irgendwie in der Geschichte Mozarts untergegangen sind. Buch dazu: Mozart und die Frauen, oder so ähnlich, finde im Moment das Buch nicht. ist aber schade um die Damen.
die gestaltung des fensters war wohl auch vielmehr ein hinweis auf die sehr “einfallsreiche” titelgebung im genre der historischen schinken, und keine wirkliche studie über “frauenberufe”. ;) – über die cover hat meine schwester sich auch köstlich amüsiert, weil sie da wohl noch nicht so drauf geachtet hatte. ;) (wobei sie bei dem ersten eintrag zu dem thema meinte, das es bei einem autor verlagsintern, wohl wirklich einheitlich angelegt sein soll, und wiedererkennungswert haben soll.)
Ja wie, nicht drauf geachtet? ;) Würde ich in einer Buchhandlung arbeiten, ich würde vemrutlich auf nichts anderes achten.
Bin gerade auf diesen Blog gestoßen und finde z.B. diese Cover-Studien extrem interessant. Um die “blauen” Bücher, wie ich sie für mich nenne (siehe Cover-Studie 2) mache ich schon immer extra einen großen Bogen, weil ich mit dem Genre nichts anfangen kann. Zum Glück ist man durch das Cover jetzt schon vorm Inhalt gewarnt ;-)
Bei historischen Romanen ist mir das auch schon aufgefallen. Was ich aber noch viel dreister finde, ist wenn das gleiche Bild auf verschiedenen Büchern verwendet wird und man sich höchstens noch die Mühe macht, es zu spiegeln: vgl. “Das Hexenamulett” vs. “Die Kapelle der Glasmaler” … und auf irgendeinem dritten Buch habe ich das gleiche Bild auch noch gesehen, aber mir fällt gerade nicht ein, wie es hieß.