Bücher sammeln.
Kürzlich las ich “Bücher sammeln: Kleine Philosophie der Passionen” von Klaus Walther. Abgesehen von unzähligen – und mitunter auch recht langweiligen – Schilderungen über seine Besuche bei Büchersammlern, welche sich meistens auf einer kleinen Anhöhe in den Bergen ihre eigene Bibliothek ersammelt haben und aufgrund des Platzmangels nun “unten im Dorf” noch mehrere Garagen für ihre Bücher anmieten müssen, sind mir folgende Themen im Gedächtnis geblieben:
- Büchersammler verleihen nicht gerne.
Und ich dachte wirklich schon, ich sei nicht normal, wenn ich wie ein Luchs über meine Bücher wache und jedes Mal hoffe, dass nach dem “Oh, Bücher!” nicht noch ein “Da muss ich doch gleich mal schauen, was ich mir ausleihen könnte…” kommt. Denn: “Nein” sagen ist nicht eine meiner Stärken.
- Man muss nicht alle Bücher gelesen haben, die zu Hause im Regal stehen.
Nicht? Bei Sammlern, die an die 30.000 Bücher ihr Eigen nennen, ist dies aus rein biologischen Gründen auch nicht möglich und wahrscheinlich bin ich diesbezüglich auch die falsche Zielgruppe. Ich stöbere nicht stundenlang in Antiquariaten und kenne mich ebenfalls nicht aus, welche Erstausgabe einen hohen Seltenheitswert hat. Da geht es wohl wirklich um das alleinige Besitzen und nicht um das Ansammeln gelesener Bücher und Bildbände.
- Wie ordne ich meine Bücher?
Klaus Walther hält es für sinnvoll Bücher nach dem Geburtsjahr des Autors zu ordnen, sieht allerdings sofort ein, dass man ein Buch, welches von “Goethe” handelt, unmöglich nicht zu den Werken von “Goethe” stellen kann.
Früher waren meine Bücher aus optischen Gründen nach dem Verlag geordnet. Nach dem Umzug sind sie alphabetisch (Nachname des Autors) geordnet. Bildbände und Sachbücher extra. So einfach ist das.















mir ist, als hätte ich das buch auch gelesen (& nicht so dolle gefunden). hm.
Ich glaube, in der Hinsicht bin ich wirklich ein Stümper ;)
Ich “sammle” keine Bücher, sondern kaufe die, die ich lesen will und verkaufe davon die, die ich nicht mochte. Ich betrachte sie auch mehr als Gebrauchsgegenstände, in die ich sogar gerne mal Knicke rein mache (Buchrücken). Allerdings verleihe ich auch nicht gerne, denn WENN einer Knicke rein macht, dann bitte nur ich! (Ich leihe mir auch nicht gern welche aus, denn: Ich will sie so behandeln, wie ich es gewohnt bin)
Was die Aufbewahrung angeht, werde ich mir doch langsam ein Bücherregal anschaffen müssen. Ich mag mir einfach nicht das ganze Wohnzimmer mit Bücherwänden vollstellen, aber seit ich mehr Bücher kaufe und nicht mehr leihe, komme ich doch langsam arg in Bedrängnis, was den Platz angeht. Ich überlege immernoch, wie ich das am geschicktesten löse, vermutlich kommen die meisten Bücher letztlich da hin, wo jetzt schon ein Teil steht: In den Flur :)
Ich glaube, ich werde sie dann auch nach Verlag ordnen, ich mag diese optische Einheitlichkeit (und habe auch jetzt schon so gut es geht alle Piper und Diogenes Bücher jeweils beisammen)
bücher, die ich gar nicht mochte, kommen bei mir auch zu tauschticket. aber allgemein behandele ich bücher schon ziemlich gut, vielleicht ein bißchen zu gut. ;)
Ds ich etwa zwei bis dreimal mehr kaufe, als ich im Monat jeweils lesen kann, hat meine Bibliothek inzwischen vermutlich einen Umfang erreicht, der zu Lebzeiten nicht zu bewältigen ist. Sprich : ich sammele Bücher, allerdings nur geleitet von der Einschätzung, ob ein Buch für mich interessant ist. Wertfragen wie bei Erstausgaben sind für mich irrelevant, dennoch horte ich zuhause etwa 8000 Bände. Es gibt weniges, was mir wirklich überhaupt nicht gefällt, da ich inzwischen über ein ausgeprägtes Geschmacksfrühwarnsystem verfüge. Allenfalls Einweglektüren wie Krimis oder SF bzw. versehentliche Doppelkäufe verlassen meine Wohnung auch wieder via booklooker oder buchticket. Ich verleihe und entleihe ungern Bücher, da ich inzwischen schlechte Erfahrungen gemacht habe : entleihen erzeugt terminlichen Druck, verleihen mag dazu führen, bestimmte Bücher neu kaufen zu müssen. Die einst eingeführte Grundordnung : nach Ländern, innerhalb nach Zeit und darin wiederum Autoren läßt sich inzwischen nicht mehr aufrechterhalten, da ansonsten zu viele Bücher bewegt werden müßten. So gibt es seit den letzten Jahren zusätzliche Regale für Gelesenes und Regale / Stapel für ungelesene Bände. LG tinius