Bibliomanie. Ein Blog übers Lesen.
Bibliomanie. Ein Blog übers Lesen.
Jahresrückblick 2011
Mein Lesejahr 2011 in Zahlen
Die Statistik fällt rein zahlenmäßig sehr mau aus. Ich habe 2011 so wenig gelesen wie schon ewig nicht mehr. Das lag sicherlich nur zum Teil daran, dass ich aufgehört habe zu bloggen bzw. an der Bloglandschaft teilzunehmen und auf der Bibliomanie nunmehr nur noch Rezensionen veröffentliche. Ein bisschen schade finde ich es, dass ich so wenige Bücher gelesen habe, obwohl es doch so viele lesenswerte gibt. Andererseits habe ich viele richtig gute Sachen gelesen und noch mehr richtig tolle Dinge gemacht und erlebt, fernab vom Lesen.
Mal sehen, was 2012 so bringt und ob ich eventuell sogar wieder Lust finde, neu einzusteigen…
Bücher gelesen: Mit Ach und Krach und 2 zugederückten Augen 60. Eher 58 und 2 halbe. Das sind übrigens ca. 20.710 Seiten (tatsächlich gelesene, abgebrochene Bücher sind abgezogen).
Davon nicht beendet: 9 Bücher
Neu erworbene Bücher: 74
Geld ausgegeben für Bücher: ca. 180 Euro
SUB Jahresanfang: 87
SUB Jahresende: 86 (!!!)
Durchschnittliche Verweildauer auf dem SUB: 89 Tage (was leider erneut beweist, dass ich einfach zu viele SUB-Leichen habe)
Deutschsprachige Autoren: 28
Englischsprachige Autoren: 22
Niederländische Autoren: 2
Skandinavische Autoren: 1
Französische Autoren: 1
Hebräische Autoren: 1
Italienische Autoren: 1
Auf Deutsch gelesen: 47
Auf Englisch gelesen: 11 (kam mir eigentlich bedeutend mehr vor!)
Meistgelesene Autoren:
Karen Marie Moning: 7x
Lorelai James: 3x
Taschenbücher: 42
Hardcover: 16
Sachbücher: 2
Kinder-/Jugendbücher: 2
Belletristik: 54
…davon:
Krimi/Thriller: 19
Frauenromanchen: 11
Paranormal Romances: 8
Erzählungen: 6
Erotische Romane: 3
Historische Romane: 1
Fantasy: 1
Sonstiges: 3
Handlungsorte (viele Bücher haben mehrere Handlungsorte!)
Deutschland: 20 Bücher
USA: 17 Bücher
Irland: 6 Bücher
Österreich: 4 Bücher
England: 3 Bücher
Schottland, Niederlande, Italien: je 2 Bücher
Wales, Schweden, Israel, Frankreich, Neuseeland, Kanada, Fantasyland: je 1 Buch
Handlungszeiträume (einige Bücher haben mehrere Handlungszeiträume!)
Gegenwart (21. Jahrhundert): 42 Bücher
20. Jahrhundert: 14 Bücher
19. Jahrhundert: 1 Buch
16. Jahrhundert: 1 Buch
9. Jahrhundert: 1 Buch
Unbekannter Handlungszeitraum: 3 Bücher
Tops
- Karen Marie Moning – Fever Serie ♥
- Lorelai James – Rough Rider Serie
- Petra Nadolny – Alles Neiße, Oder?
- Amor Towles – Eine Frage der Höflichkeit
Flops
- Arno Strobel – Das Wesen
- Sebastian Fitzek – Der Augenjäger
- Dan Brown – Das Symbol
Hier sind alle 2011 gelesenen Bücher gelistet.
Und zum Vergleich noch die Statistik 2010
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Allen Lesern einen guten Start ins Neue Jahr und ein ganz fabelhaftes 2012!
Monatsliste November 2011
Gelesen
Dora Heldt – Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
[Rezension]
Außerdem mache ich seit 3 (!) Wochen an Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder rum. Das Buch ist sehr gut, aber ich hab schlicht keine Zeit mehr zum Lesen bzw setze inzwischen einfach andere Prioritäten.
Neuanschaffungen
Petra Nadolny – Alles Neiße, Oder?
Anja Maier – Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter!
Random Riggs – Die Insel der besonderen Kinder
SUB-Stand Anfang / Ende des Monats
79 / 81
Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Obwohl mir schon „Kein Wort zu Papa“ nicht mehr so richtig gut gefallen hatte, habe ich mir auch das neue Buch von Dora Heldt wieder gekauft, die sich mit ihrer lockeren Romanserie um Christine und ihren Papa Heinz in die Riege meiner Lieblingsautorinnen geschrieben hatte. Irgendwann sind aber auch die besten Ideen ausgelutscht. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“ diesmal nicht um einen Roman der Christine-Reihe handelt. Diese kommt zwar auch vor, aber erst recht spät und nur als Nebenfigur. Ich mag ja solche Cameoauftritte in Büchern total gerne ;)
Der Roman handelt von dem Freundinnen-Trio Doris, Anke und Katja, die sich seit der Schule kennen und inzwischen steil die 50 anpeilen. Dorissens 50. steht bevor, was die Dame in eine mittelschwere Krise stürzt. Nicht nur dass sie auf ein strunzlangweiliges Leben zurückschauen muss und mit menopausebedingten Hitzewallungen zu tun hat, nein – jetzt wird sie auch noch FÜNFZIG, und somit ist ihr Leben quasi eh vorbei. Um sich nochmal jung und dicht so alleine zu fühlen, entflieht sie der vom Gatten organisierten Überraschungsparty und mietet sich mit den 2 besten Freundinnen von früher in einem Wellnesshotel an der Ostsee ein. Das Buch besteht zu weiten Teilen aus dem Demonstrieren der totalen Gegensätzlichkeit der drei Frauen und auch der unterschiedlichen Art, wie sie mit dem Altern umgehen. Die schnippische Anke, der das alles egal ist und die sich ohnehin nichts aus Äußerlichkeiten macht. Die kokette Katja, die als Fernsehmoderatorin sowieso darauf geeicht ist, auf ihr Äußeres zu achten und die sich zwar einerseits mit Botoxspritzen und Sport quält, sich andererseits mit einem 20 Jahre jüngeren Liebhaber belohnt. Und die etwas nervige und weinerliche Doris, der es an Selbstbewusstsein mangelt.
Ich fand das Buch ganz nett zu lesen,auch wenn ich sicherlich nicht so ganz zur Zielgruppe gehöre. Es ist ein netter kleiner Roman ohne größere Höhen und Tiefen, leider auch ohne den Heldtschen Witz, den ich aus ihren älteren Romanen so liebe. Das Buch lebt vor allem von den Charakteren, die ich auch alle gut dargestellt fand. Doris war mir leider furchtbar unsympathisch. Aber die beiden anderen Freundinnen mochte ich jede auf ihre Weise. Es besteht ja zwischen langjährigen Freunden oftmals so eine gewisse Dynamik, die war hier gut dargestellt.
Sicher kein Buch, das man lesen muss, aber durchaus nette Lektüre ohne Anspruch für zwischendurch. Für Frauen um die 50 sicherlich interessanter als für mich.
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Dora Heldt – Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Deutscher TaschenbuchVerlag, Oktober 2011
ISBN 3423248572
336 Seiten
14,90 Euro
Monatsliste Oktober 2011
Gelesen
Sebastian Fitzek – Der Augenjäger
[Rezension]
Lorelei James – Ties up, tied down ![]()
Tino Hanekamp – So was von da (abgebrochen)
Ferdinand von Schirach – Der Fall Collini
[Rezension]
Neuanschaffungen
John & Bettina Madison – And Good Is
Dora Heldt – Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Lorelei James – Branded as Trouble
Lorelei James – Shoulda been a Cowboy
SUB-Stand Anfang / Ende des Monats
82 / 79
Der Augenjäger
Vor einem Jahr hatte ich noch meiner Hoffnung Ausdruck gegeben: „Ich hoffe, er schreibt mal wieder Bücher im Stile von Die Therapie – für mich nach wie vor sein bestes Buch.“ Das hat der Herr Fitzek anscheinend nicht gelesen, denn der Augenjäger haut in genau die gleiche Kerbe wie der Augensammler. Hätt’ ich mir ja denken können, dann nach eigener Aussage handelt es sich hierbei um eine Serie, von der du selbst noch nicht weißt, wie umfangreich sie werden wird.
Ich für meinen Teil werde ab hier wirklich aufhören, seine Bücher zu lesen, denn da ist überhaupt nicht mehr, was an seine frühen Romane erinnert, die vor allem auf psychologische Spannung, geschickte (!) trügerische Fährten und wirklich überraschende Wendungen setzten.
Inzwischen geht es nur noch darum, den Leser durch ekelerregende Schilderungen zu schocken. Würde ich sowas lesen wollen, würde ich Richard Laymon lesen oder Cody McFayden -wobei ich sicher bin, dass Fitzek im Vergleich dazu noch harmlos ist. Trotzdem, ich mache mir nichts aus detaillierten Schilderungen von Leuten mit abgeschnittenen Augenlidern oder versuchten Vergewaltigungen. Ich finde das weder spannend, noch interessant, noch sorgt das bei mir für gruselige Gänsehaut, sondern ich möchte mich einfach nur übergeben und das Buch weglegen.
Der Plot an sich ist so lala. Ein bisschen ausgelutscht inzwischen, die Idee von dem genialen, aber irren Wissenschaftler, in diesem Falle der Augenarzt Zarin Suker. Suker vergewaltigt Frauen, denen er zuvor die Augenlider abgeschnitten hat (ohne Betäubung ich sach nur: Too much information…) und setzt sie dann aus.
Soweit, so gut. Der schon aus dem Augensammler bekannte Journalist Alexander Zorbach und seine Partnerin in Crime Alina Gegoriev sind auch wieder mit von der Partie und beide auf Kriminellenjagd. Wobei hier schön dick aufgetragen wird und der zu Anfang des Buches noch schwerst verletzte Zorbach mental einem Stück Gemüse gleicht plötzlich ungeahnte Kräfte mobilisiert. Eben noch im Bett gelegen, turnt er wenig später schon einem hoch gefährlichen Irren hinterher. Auch Alina, die blinde Masseuse ist völlig unerschrocken und tappt einerseits bereitwillig in jede Falle, die man ihr anbietet, andererseits befreit sie sich dann furios aus jeder noch so ausweglosen Situation. Unrealistisch bis zum Gehtnichtmehr.
Die Charaktere fand ich ganz gut gezeichnet, wenn auch leider durch die Bank völlig unsympathisch. Alina ist mir einfach zu sehr Lisbeth Salander, ich mag diese Frau nicht mit ihrer Kratzbürstigkeit und ihrer abstoßenden Direktheit. Zorbach hat sich zu sehr zum schillernden Gutmenschen entwickelt, der war mir im 1. Teil auch noch lieber.
Letztlich: Die Täteridentität. Ich fand sie nicht überraschend, es wurde einfach zu oft mit dem Zaunpfahl gewunden vorher.
Mir ist das Buch zu Schwarzweiß und zu platt, zu sehr auf Schockeffekte gerichtet und nicht wirklich logisch. Spannend erzählt, ja. Aber leider erzählt Fitzek inzwischen immer die falschen Geschichten und setzt dabei nicht auf psychologischen Horror, der mehr in den Köpfen der Leser abläuft, sondern auf plumpe Ekelszenen.
Das Beste an dem Buch war noch die Danksagung am Schluss.
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Sebastian Fitzen – Der Augenjäger
DroemerVerlag, September 2011
ISBN 3426198819
432 Seiten
19,99 Euro












